Letzte Aktualisierung: um 18:30 Uhr
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Thai-Airline will nach Frankfurt

Eine neue Fluglinie aus Thailand wirbt für ihre günstigen Flüge von Bangkok nach Deutschland. Doch am Flughafen Frankfurt weiß man davon noch nichts.

R Airlines

Flieger von R Airlines: Bald in Frankfurt?

Schon im Dezember soll es losgehen. Mit einer neueren, geleasten Boeing B777-200ER oder einer B767 will die thailändische R Airlines dannzumal vom Bangkoker Flughafen Don Muang nach Frankfurt am Main fliegen. Bereits ab 350 Euro ist ein Flug zu haben, wenn man dem Buchungsprozess auf der Internetpräsenz der Airline glaubt. Zweimal in der Woche sollen die Flüge stattfinden. Doch vielleicht sollte man mit dem Ticketkauf noch etwas zuwarten. Denn der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erklärt gegenüber aeroTELEGRAPH, man habe bislang noch keine Slots an die Fluglinie vergeben. R Airlines zweifelt dennoch nicht an ihrem Erfolg. Schon nach zwölf Monaten werde man Gewinn machen, schreibt das Unternehmen auf seiner Homepage.

Ganz allgemein scheint R Airlines ziemlich überzeugt von sich selbst zu sein. Man sei finanziell sehr stark und werde von einer großen thailändischen Bank unterstützt. Darum will sie auch schnell wachsen. Mit weiteren zwei, nach eigenen Angaben «legendären», Boeing B737-400 will sie auch nach China und ins «unglaubliche» Indien fliegen. Auf dem Flugplan stehen derzeit vier wöchentliche Flüge von Don Muang nach Varanasi in Indien mit Zwischenhalt in Gaya, sowie solche nach Rangun in Burma. Online buchbar sind aber wiederum nur die Flüge nach Frankfurt. Derzeit besitzt sie aber erst eine B737 aus dem Bestand der griechischen Olympic Airways. Die B777 soll von Euroatlantic Airways kommen.

Crew noch im Training

R Airlines will auch viel bieten. Der Service soll besser sein, als der bei vielen preiswerten Konkurrenten, verspricht R Airlines. Bei Reisen ab dreieinhalb Stunden gebe es warme Mahlzeiten und nicht-alkoholische Getränke umsonst. Ansonsten immerhin noch Snacks und Getränke. Doch ob schon alles vorbereitet ist? Die Kabinen-Crew befinde sich derzeit im Training, so die Fluggesellschaft. Dabei soll der Start schon sehr bald stattfinden.

In Thailand sieht es, so Experten, momentan nicht besonders gut aus für neue Airlines. Es sei zwar sehr einfach, eine Lizenz zu bekommen, so ein Experte gegenüber aeroTELEGRAPH. Doch das nötige Kapital um wirklich abzuheben hätten die wenigsten. Mit nur einem einzigen geleasten A320, so rechnet ein anderer Analyst in der Bangkok Post vor, brauche man ein Startkapital von 7,5 Millionen Dollar. Das hätten aber die wenigsten beisammen. Das gehe dann auf Kosten der Sicherheit, weil Rechnungen für Wartung und Reparatur nicht mehr beglichen würden. Zuletzt geriet die neue Fluglinie PC Air in Turbulenzen. In Südkorea wurde der einzige Flieger der Airline gegroundet, weil sie die Rechnungen nicht mehr bezahlte.



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