A320 Neo in Hamburg Finkenwerder: Die Golfairline will weniger Exemplare des Fliegers.

CFM statt Pratt und WhitneyQatar prüft bei A320 Neo Triebwerkswechsel

Qatar Airways ist noch immer unzufrieden mit den A320-Neo-Triebwerken von Pratt & Whitney. Nun droht die Golfairline gar, den Hersteller zu wechseln.

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Seit fast drei Monaten wartet Qatar Airways nun schon auf ihren ersten A320 Neo. Die Golfairline ist mit dem neuen Flugzeug aber noch immer unzufrieden. Das liegt nicht an Hersteller Airbus. Sie bemängelt die Leistung der Triebwerke vom Typ Pure Power PW1100G von Hersteller Pratt & Whitney. Der Motorenbauer müsse nun «sehr bald» eine Lösung bringen, droht Qatar-Chef Akbar Al Baker gemäß Air Transport World.

Qatar Airways braucht die 34 neuen Flieger dringend. Denn die Fluggesellschaft benötigt zur Expansion mehr Kapazität. Doch solange das Triebwerksproblem ungelöst bleibt, will sie die A320 Neo nicht abnehmen. «Wir haben Pratt & Whitney offiziell informiert, dass wir die Order für die Motoren annullieren, wenn sie das Produkt nicht sehr bald in Ordnung bringen», so Al Baker.

Bei CFM International vorsondiert

Gleichzeitig habe man mit dem Konkurrenz-Hersteller CFM International gesprochen, so der Chef von Qatar weiter. Man habe gefragt, ob er allenfalls die Triebwerke liefern könne. Das Joint Venture der französischen Snecma mit der amerikanischen General Electric bietet für den A320 Neo seine Leap-1A (Bild unten) als Alternative an.

Die PW1100G-Triebwerke von Pratt & Whitney müssen zuerst zwischen zwei und sechs Minuten im Leerlauf gelassen werden, bevor sie genug Schub entwickeln, damit ein Flugzeug von alleine rollen kann. Das verlängert die Umlaufzeit eines Flugzeugs am Boden. Das Problem ist größer, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist - und genau das ist am Persischen Golf der Fall. Das erklärt auch, weshalb Qatar Airways unzufrieden ist, während Lufthansa den A320 mit den gleichen Triebwerken lobt.

Pratt & Whitney vertröstet auf April

Kürzlich hatte Pratt & Whitney erklärt, die Kinderkrankheiten seien bald kuriert. «Die meisten Probleme sollten bis April behoben sein», so Geschäftsführer Robert Leduc bei einer Veranstaltung. Airbus aber rechnet eher mit einer Lösung bis Mitte des Jahres.

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