Eine der ersten beiden Boeing 737 Max von Qatar Airways: Das Kapitel begann im Frühjahr 2023.

Kurz- und MittelstreckenflotteQatar Airways beendet das Kapitel Boeing 737 Max

Seit dem Sommer plant die Golfairline nicht mehr mit der Boeing 737 Max. Nun verlassen auch immer mehr geleaste Exemplare Doha - und treten teilweise bei einer anderen Airline in den Dienst.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Eigentlich ging es um ein Langstreckenmodell: Im Jahr 2022 stritten Qatar Airways und Airbus heftig über Lackschäden an Airbus A350. Im Zuge dieses Zwistes annullierte die Fluggesellschaft aus Doha auch eine Bestellung für 50 Kurz- und Mittelstreckenjets. Als Ersatz für die Airbus A321 Neo kündigte Qatar Airways eine Absichtserklärung für 25 Boeing 737 Max 10 und 15 Optionen an.

Dazu passte, dass sich die Golfairline im Frühjahr und Sommer 2023 neun Boeing 737 Max 8 per Leasing beschaffte. Die Flugzeuge waren ursprünglich für S7 Airlines bestimmt gewesen, konnten aufgrund des russischen Angriffs auf die Ukraine und der westlichen Sanktionen gegen Russland aber nie an die russische Airline ausgeliefert werden.

Qatar Airways will Boeing 737 Max nicht mehr

Bei Qatar Airways erhielten die Boeing 737 Max 8 die Kennzeichen A7-BSA bis A7-BSI. Sie sollten dazu dienen, «die Kapazität zu erhöhen und damit das künftige Wachstum voranzutreiben», erklärte die Airline damals, «insbesondere auf Kurzstreckenmärkten», etwa auf der Strecke Doha - Kuwait. Später wurden sie jedoch alle zeitweise an die indische Indigo vermietet.

Ebenfalls im Jahr 2023 legten Qatar Airways und Airbus ihren Streit bei und auch die einst gestrichene A321-Neo-Bestellung kehrte zurück in Airbus' Orderbuch. Damit kam auch die Frage auf: Hat die Boeing 737 Max noch eine Zukunft bei der Fluggesellschaft? Zwischenzeitlich gab es Überlegungen, Qatar Airways könnte bei der Bestellung per Absichtserklärung auf die kleinere Variante 737 Max 8 wechseln. Doch konkret wurde das nie. Und im Mai 2025 erklärte die Airline, dass sie die Flugzeuge nicht mehr haben will.

In Irland zum Design von Royal Air Maroc

Auch die geleasten Boeing 737 Max, die von Indigo zurückkehrten, lagerte Qatar Airways nun ein. Die Flugzeuge gehen zurück an Leasinggeber Avolon, der drei bereits an Royal Air Maroc weitervermietet hat. Am 1. Dezember flog mit der A7-BSF ein weiteres der Flugzeuge von Katar ins irische Shannon, wie zuerst das Portal CH Aviation berichtete.

In Shannon erhält die Maschine ebenfalls die Lackierung der marokkanischen Fluglinie. Avolon hatte Mitte Oktober verkündet, sechs 737 Max 8 an Royal Air Maroc zu vermieten.

Die CN-RHI von Royal Air Maroc: Bei Qatar Airways war die Boeing 737 Max zuvor als A7-BSG registriert.

Qatar Airways vermietet auch Airbus A321 Neo von Indigo

Während das Kapitel 737 Max damit bei Qatar Airways endet, geht das Kapitel der Zusammenarbeit mit Indigo weiter. Denn bisher hat die Fluglinie aus Doha sechs A321 Neo erhalten, zwei im September, einen im Oktober und drei im November - und einen der September-Flieger hat sie Ende November bereits an die indische Fluglinie vermietet.

Schön, dass Sie hier sind! Unsere Redaktion kennt die Branche, ihre Akteure und Zahlen – seit vielen Jahren. Wenn Sie uns unterstützen wollen, zahlen Sie weniger als für ein Getränk am Flughafen. Zudem lesen Sie werbefrei und stärken die unabhängige Berichterstattung. Jeder Beitrag zählt. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Qatar Airways: Alles stand still.

Iran-Krieg ist für Qatar Airways «größte Krise» der Geschichte

ticker-qatar-airways

Qatar Airways fliegt öfter nach Frankfurt und stockt Winterflugplan auch sonst deutlich auf

ticker-qatar-airways

Qatar Airways beobachtet Sicherheitslage im russischen Luftraum

ticker-qatar-airways

Qatar Airways plant Lounge-Kooperation mit Priority Pass

Video

Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
aeroTELEGRAPH-Herausgeber Stefan Eiselin zum Unglück von Flug SR1111: «»
Rauch im Cockpit, ausfallende Instrumente und schließlich ein nicht mehr kontrollierbares Flugzeug: Der Absturz von Flug SR111 von Swissair kostete 229 Menschen das Leben. Die Erkenntnisse aus der Katastrophe führten später zu neuen Sicherheitsregeln – und wirken bis heute nach.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies