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Qatar: Zwanzig neue Flieger im Jahr

Die Fluggesellschaft aus Doha will die Flotte in drei Jahren um 50 Prozent vergrößern. Neben Boeings B787-10 interessiert sie auch wieder Bombardiers C-Series.

Airbus

Airbus A350 in den Farben von Qatar: Flotte soll kräftig wachsen.

Qatar Airways klopft sogar den traditionsreichen FC Barcelona weich. Über viele Jahrzehnte verzichtete der spanische Spitzenklub auf Millionen aus dem Trikotsponsoring. Früher prangte auf der Brust von Lionel Messi & Co. Gratis-Werbung für Unicef. Als Spanien in die Finanzkrise rutschte, sprang die gemeinnützige Qatar Foundation ein, zahlte aber dafür. Ab nächstem Sommer ist es auch damit vorbei und die Fluggesellschaft bekommt den Spitzenplatz auf den Trikots der Fußballer von Barça. Nichts könnte das Selbstbewusstsein der Luftfahrtmanager aus Doha besser unterstreichen. «Wir werden zweifelsohne einer der großen globalen Anbieter sein», sagte Qatar-Vorstandschef Akbar Al Baker denn auch am Montag (17. November) vor den Medien.

Über die nächsten drei Jahre will er die Flotte von heute 112 auf 170 Flugzeuge hochschrauben – also um beinahe 20 neue Jets pro Jahr. Die Zahl der Destinationen soll auf 170 steigen. Deshalb schaut sich Al Baker nun den Stretch-Dreamliner an. «Wir wären sehr interessiert. Boeing sagt heute, die B787-10X werde einen der besten Effizienzwerte aller Flugzeuge aufweisen», so der Qatar-Chef gemäß dem Wirtschaftsportal Arabian Business. Die Airline orderte bislang dreißig Dreamliner des Typs B787-8 und besitzt eine Option auf weitere dreißig Stück. Die erste Maschine wurde am Montag in Empfang genommen.

Neue Gespräche

Obwohl die Fluggesellschaft aus dem Emirat am Golf derzeit nur Jets von Boeing und Airbus betreibt, denkt sie auch über Bestellungen bei anderen Herstellern nach. Al Baker interessiert sich auch für die C-Series von Bombardier. Er wolle aber zuerst sehen, dass die neue Maschine fliege, dann nehme er wieder Verhandlungen mit den Kanadiern auf. Vor zwei Jahren scheiterten die Gespräche über eine Order bei Bombardier noch.



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