Die weltbekannten Dünen von Playa del Ingles: Mehrkosten für Spanier.

Preisschock auf den Kanaren

Seit der Pleite von Spanair kosten Flüge von den Kanarischen Inseln aufs spanische Festland massiv mehr.

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Rafael Gallego weiß eines: Seit jenem 27. Januar 2012 ist das Preisgefüge durcheinander. Die Kosten für Flugtickets für Reisen zwischen Madrid, Barcelona oder Malaga und den sieben Hauptinseln im Atlantik variierten stark, so der Präsident der Confederacíón Nacional de Agencias de Viajes y Turoperadores gegenüber der Zeitung La Opinion. Doch die Tendenz ist eindeutig. Rund 10 Prozent steigen die Preise im Vergleich zur Periode gleich vor dem Grounding von Spanair, wie die Zeitung Canarias 7 errechnete. Auf gewissen Strecken, auf denen die Fluggesellschaft ein Quasimonopol hatte, beträgt das Plus gar 25 Prozent und mehr.

Das Aus von Spanair bedeute für die Inselgruppe mit so bekannten Destinationen wie Gran Canaria, Teneriffa und Lanzarote, dass auf einen Schlag ein Viertel aller Flüge wegfiel. Andere Fluggesellschaften kündigten zwar an, ihre Frequenzen zu erhöhen. Passiert ist aber gemäß La Opinion noch kaum etwas. Lediglich Iberia habe je einen zusätzlichen Flug ab Madrid nach Gran Canaria und Teneriffa Nord eingeführt. Vueling und Ryanair fliegen seit Februar neu ab Barcelona nach Gran Canaria und Teneriffa. «Es ist schwieriger geworden, Aktionsangebote zu finden», sagt Reisebüroverband-Präsident Gallego. Vor allem die Situation bei den Flügen nach Barcelona beunruhige ihn. Ein Flug im März koste etwa rund 190 Euro. Früher habe man das für unter 100 Euro bekommen, so Gallego.

April als Moment der Wahrheit

Noch geben die Einwohner ihre Hoffnung nicht auf. Denn im April beginnt die Sommersaison. Ryanair versprach dann die Frequenz zwischen Barcelona und den Kanaren von vier auf neun wöchentliche Flüge zu erhöhen. Und Vueling wird dann täglich zwei Mal zwischen den Inseln im Atlantik und der katalanischen Metropole hin- und herfliegen.

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