Am Sonntag (4. Januar) sind am BER drei Flüge der irischen Billigairline wegen des geltenden Nachtflugverbots gestört worden. Betroffen waren insgesamt 540 Passagiere. Nach Angaben von Ryanair hatten sich die Flüge nur um wenige Minuten verspätet. Ursache seien Verzögerungen beim Enteisen gewesen, die außerhalb des Einflusses der Fluggesellschaft lagen.
Den Flügen von Berlin nach Budapest und London-Stansted wurde der Abflug untersagt, sodass die Reisenden über Nacht in Berlin bleiben mussten. Ein weiterer Flug aus Vilnius wurde nach Hannover umgeleitet. Die Passagiere erreichten Berlin erst nach einer mehr als dreistündigen Busfahrt, so Ryanair.
Ryanair kritisiert die aus ihrer Sicht fehlende Flexibilität bei der Anwendung des Nachtflugverbots durch die zuständige Luftfahrtbehörde. Die Airline fordert das Bundesverkehrsministerium erneut auf, die Regelung zu überprüfen, um ähnliche Situationen künftig zu vermeiden.