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Telefonate an Bord verbieten

Lufthansa und Co. erlauben neu Internet und SMS an Bord. Telefonieren bleibt verboten. Politiker wollen dafür sorgen, dass das in den USA generell so bleibt.

Handyverbot: Soll künftig an Bord von Flugzeugen gelten.

Bei Lufthansa ist es am 1. März soweit. Auf allen Flügen mit Airbus-Maschinen dürfen dann Passagiere ihre Smartphones, Tablets oder Laptops während des ganzen Aufenthalts an Bord im Flugmodus benutzen – also auch bei Start und Landung. Auch ihre Töchter Swiss und Austrian Airlines AUA wollen elektronische Geräte an Bord künftig ständig zulassen, warten aber noch auf letzte nationale Bewilligungen.

Hinter der Lockerung bei immer mehr europäischen Fluglinien steht der Entscheid der Europäischen Agentur für Flugsicherheit Easa von letztem Dezember. Sie hob das Verbot der Nutzung von elektronischen Geräten während Start und Landung auf. Kurz zuvor hatte die amerikanische Fernmeldebehörde Federal Communications Commission FCC Handys an Bord den Segen erteilt.

Im Jet sind keine Ruheabteile möglich

Eines erlauben die Fluggesellschaften in Europa vorderhand noch nicht. Sie schließen Telefonate an Bord aus. «Aus Rücksicht auf andere Fluggäste», wie die Lufthansa schreibt. Auch in den USA sind die Airlines diesbezüglich zurückhaltend. Delta und Jetblue etwa äußerten sich klar gegen Telefonate an Bord.

Nun wollen amerikanische Politiker dafür sorgen, dass das so bleibt. Das Transport-Komitee des Repräsentantenhauses stimmte diese Woche für ein Verbot von Anrufen im Flugzeug. «Flugzeugkabinen sind laut, vollgestopft und beengend», sagte Komitee-Vorsitzender Bill Shuster. Es sei nur gesunder Menschenverstand, dass man da Telefonate verbieten müsse. Anders als in der Bahn, könne man im Flugzeug keine Ruheabteile anbieten. Nun muss das gesamte Repräsentantenhaus über den Vorschlag abstimmen.



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