Anruf mit dem Smartphone: Bei Swiss auch an Bord möglich.

Test bei SwissKaum einer will an Bord telefonieren

Swiss erlaubt Passagieren seit einem Jahr auf gewissen Langstreckenflügen, zu telefonieren. Doch der neue Dienst wird kaum genutzt. Hohe Kosten und böse Blicke wirken abschreckend.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Vor einem Jahr wurde die letzte Ruhezone geentert. Swiss erlaubt seither Passagieren auf ihren Boeing 777, die Mobiltelefone auch für Gespräche zu nutzen. Wer will, kann also aus 12.000 Metern über dem Nordatlantik nach Hause oder ins Büro telefonieren. Dennoch hört man bis anhin kaum Gespräche wie «Schatz, ich komme eine Stunde später» oder «Ja, Frau Möller, der Vertrag muss heute noch weg» an Bord.

Genaue Zahlen will die Lufthansa-Tochter nicht nennen. Aber eine Sprecherin erklärt, der Dienst werde im Gegenzug zum Versand von SMS und dem Datengebrauch zum Surfen «verhalten genutzt». Das mag einerseits an den hohen Kosten liegen. Wer in einer Swiss-Triple-Seven telefoniert, zahlt Roaming-Gebühren des Anbieters Aeromobile. Ein Anruf kostet dabei 5.50 Euro pro Minute. Angerufen zu werden schlägt mit 2.80 Euro zu Buche. Zusätzlich dürfte die soziale Kontrolle an Bord wirken. Böse Blicke sind dem Telefonierenden wohl garantiert.

Bevölkerung hat klare Meinung

Umfragen in den USA haben denn auch wiederholt ergeben, dass die meisten Passagiere sich Flüge ohne Telefongespräche wünschen. Auch das Transportministerium in Washington, das sich bald zum Thema äußern muss, hat die Bevölkerung zum Thema befragt. Dabei kamen fast nur negative Stimmen zusammen. Das deckt sich mit der Meinung der Leserinnen und Leser von aeroTELEGRAPH. In einer Abstimmung haben sie sich bisher mit 94 Prozent negativ geäußert.

Swiss geht mit dem Angebot bedeutend weiter als ihre Schwestern Lufthansa und Austrian Airlines. «Auf expliziten Kundenwunsch» sei Telefonieren an Bord nicht möglich, erklärten die Österreicher bei der Einführung von Wifi an Bord. Und Lufthansa betonte wiederholt: «Telefongespräche über Mobilfunk werden nicht unterstützt. Internettelefonie wie Skype ist aus Rücksicht auf Mitreisende nicht erlaubt».

Vor der Abschaffung?

Es könnte also durchaus sein, dass auch Swiss den Telefon-Dienst bald wieder abschafft. Denn er wurde als Versuch für ein Jahr angelegt. Die Testphase läuft nun aber noch einige Monate weiter. «In den kommenden Monaten wird entschieden, ob wir weiterhin Telefonie an Bord anbieten werden», so die Sprecherin.

[poll id="17"]

Mehr zum Thema

ticker-swiss

«Entspricht nicht unserem Anspruch»: Swiss im Sommer unpünktlicher und mit mehr Flugausfällen

Flug LX9 von Swiss: Die Boeing 777 nahm eine ungewöhnliche Route.

Boeing 777 von Swiss setzt mitten über dem Atlantik Notruf ab und landet auf den Azoren

ticker-lufthansa

Spontaner Streik legt Betrieb am Flughafen Tel Aviv lahm - Flüge von Swiss und Lufthansa müssen umdrehen

Airbus A220 von Swiss in Genf: Zwei Exemplare werden durch Airbus A320 Neo ersetzt.

Swiss versucht es an ihrem Problem-Standort Genf mit größeren Flugzeugen

Video

airbus a320 fly aryztan feuer
Rauch und Flammen an einem Airbus A320 von Fly Arystan: Während routinemäßiger Wartungsarbeiten am Flughafen Almaty brach ein lokal begrenzter Brand aus. Passagiere und Crew waren nicht an Bord, ein Mitarbeiter wurde jedoch verletzt.
Timo Nowack
Timo Nowack
northeast airlines boeing 737 800 frachter
Bis 1972 flog im Nordosten der USA Northeast Airlines. Nun soll der Name an den Himmel zurückkehren - als Frachtfluggesellschaft mit Boeing 737-800.
Timo Nowack
Timo Nowack
«Habe a nice trip»: Liebe Botschaft vor Abflug.
Manchmal braucht es für einen besonderen Abschied nicht mehr als Wasser und ein bisschen Kreativität. Das bewies nun ein Mitarbeiter von Japan Airlines.
Redaktion