Saab 2000 von Darwin Airline: Bald Zuwachs für die Flotte.

«Noch einige Strecken in Italien»

[image1]Christian Schneider von Darwin Airline erklärt im Interview die Pläne der Schweizer Fluglinie in Bozen. Es geht um neue Routen und eine Vergrößerung der Flotte.

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strong>Darwin Airline meldete schon vor Monaten Interesse für die Übernahme der Strecke von Bozen nach Rom an. Sie fliegen noch immer nicht. Warum?

Christian Schneider: Wir kommunizierten unser Interesse an dieser Strecke kurz nach der Einstellung der Flüge durch Air Alps. Darwin war bereit, binnen weniger Tage die Flüge aufzunehmen. Leider fehlte jedoch das offizielle Mandat, um interimsweise diese Strecke zu fliegen. Mittlerweile ist die öffentliche Ausschreibung jedoch publiziert und ich kann bestätigen, dass sich Darwin Airline um diese Strecke bewirbt.

Und wie hoch sind die Chancen, dass Darwin den Zuschlag erhält?

Schneider: Wir sind zuversichtlich, dass wir alle Anforderungen der Ausschreibung erfüllen und darüber hinaus noch weitere Vorteile vorweisen können. Hierzu zählt neben unserem qualitativ hochwertigen Economy- und Premium-Economy-Produkt sicher auch unsere Codeshare-Partnerschaft mit Alitalia. Wir können somit ab Bozen das gesamte Netz von Alitalia via Rom anbieten.

Sie prüfen auch Flüge nach Sardinien und Sizilien ab Bozen.

Schneider: Sollten wir die Bewilligung bekommen, werden wir die freien Kapazitäten am Wochenende optimal verwenden. Wir sind deshalb bereits in Kontakt mit Reiseanbietern, die uns im Sommer diese Kapazität zu so genannten Warmwasser-Zielen teilweise abnehmen würden.

Die Regierung Südtirols wünscht sich aber eher eine Verbindung nach Norden - an ein Drehkreuz in Deutschland.

Schneider: Aktuell hat die Anbindung an Rom für uns Priorität. Sollte in Zukunft ein profitabler Bedarf für Verbindung zu anderen Drehkreuzen gegeben sein, sehen wir uns das gerne mit allen Beteiligten an.

Sie wollen nicht nur in Bozen ausbauen. Offenbar interessiert sich Darwin auch für die Strecke Pescara - Turin, die von Air Vallée aufgegeben wurde.

Schneider: Italien ist für uns der wichtigste Markt nach dem Heimatmarkt Schweiz. Pescara ist neben anderen Flughäfen eine interessante Option für unser Wachstum in Italien. Wir pflegen sehr gute Kontakte zum Flughafen Pescara. Wir kalkulieren jedoch sehr genau ob Neuaufnahmen sinnvoll sind oder nicht.

Gibt es andere Ziele, die sie bald anbieten werden?

Schneider: Darwin Airline setzte in der Vergangenheit stets auf den italienischen Markt und investierte deshalb auch dort. Wir sehen noch einige Inlandsstrecken in Italien, die wir als Nische profitabel bedienen können. Dies passt genau in unsere Geschäftsstrategie. Man muss sehen, dass es nicht mehr viele regionale Fluggesellschaften gibt, die auch kleinere Verkehrsströme anbieten können. Wir sehen genau hierin unsere Stärke und Chance.

So viele neue Routen - verzetteln Sie sich da nicht?

Schneider: Darwin Airline hat eine sehr konkrete Strategie auf dem italienischen Markt. Unsere Strecke Rimini - Rom bieten wir etwa in Kooperation mit Alitalia und dem Flughafen Rimini an. Die vor kurzem aufgenommenen Strecken auf die italienischen Inseln erfolgten im Rahmen einer temporären Verlängerung einer Ausschreibung. Sie sehen: Wir prüfen die Potenziale sehr sorgfältig auf Profitabilität und Nachhaltigkeit.

Schrieb Darwin 2012 Gewinn?

Schneider: Es ist kein Geheimnis, dass 2012 für alle Airlines ein hartes Geschäftsjahr war. Wir haben jedoch frühzeitig auf die Krise reagiert und bereits Mitte 2012 eine Restrukturierung eingeleitet.

Und wie lief 2013 bislang an?

Schneider: Für 2013 sind wir vorsichtig optimistisch. Die ersten zwei Monate zeigen uns, dass wir die richtigen Massnahmen einleiteten. Wir sind zufrieden.

Bauen sie neben dem Streckennetz auch die Flotte aus?

Schneider: Wir betreiben derzeit eine Flotte von sechs eigenen Flugzeugen. Für 2013 planen wir den Ausbau auf acht Maschinen des Typs Saab2000 mit 50 Sitzplätzen.

[image2]Christian Schneider ist Chief Commercial Officer von Darwin Airline. Bevor er 2011 zur Schweizer Airline wechselte, arbeitete er 13 Jahre lang für die Lufthansa.

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