Kontrollturm am Flughafen Paderborn: Höhere Gefahr ab April?

KollisionsgefahrPiloten warnen vor Risiken in Münster und Paderborn

Das Verkehrsministerium in Berlin hat neue Regeln zum Luftraum erlassen. Das bringe ein höheres Risiko von Zusammenstößen, so die Vereinigung Cockpit.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Es sind heftige Vorwürfe, welche die Vereinigung Cockpit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur macht. Die deutsche Pilotengewerkschaft sieht an den Flughäfen Paderborn und Münster ab April ein steigendes Risiko von Zusammenstößen in der Luft. Denn am 28. März tritt eine neue Einteilung des Luftraums in Kraft.

«An den Flughäfen Paderborn und Münster-Osnabrück wird geschützter Luftraum der Klasse D in ungeschützten Luftraum Klasse E umgewandelt», schreibt Vereinigung Cockpit in einer Mitteilung. Damit gebe es keine Staffelung mehr zwischen Passagierflugzeugen, die nach Instrumentenflugregeln fliegen, und Sport- und Segelflugzeugen im Sichtflug. «Zur Vermeidung von Zusammenstößen wird lediglich nach dem Prinzip ‹Sehen und Ausweichen› verfahren, das ein erhöhtes Risiko birgt», so die Vertretung der Berufspiloten.

Berlin soll Änderungen zurücknehmen

Man habe das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur deutlich gewarnt, so die Vereinigung Cockpit. Doch in Berlin habe man die Argumente nicht erhört. «Damit wurde entgegen dem Sicherheitsbedürfnis von Flugzeugbesatzungen und Passagieren gehandelt», so die Gewerkschaft. Sie fordert das Ministerium deshalb auf, die Änderungen schnellstmöglich zurückzunehmen.

Die Flughäfen Paderborn und Münster verweisen zum Thema auf die DFS und nehmen keine Stellung. Die Deutsche Flugsicherung erklärt: «Vor anstehenden Änderungen der Luftraumstruktur werden umfangreiche Abstimmungsgespräche durchgeführt. Alle Anspruchsgruppen wie Luftfahrtverbände, militärische Nutzer, Airlines, der Deutsche Aero Club, Segelflugverbände und auch die Vereinigung Cockpit sind vertreten» so eine Sprecherin. Der Abwägungsprozess und die Entscheidung nach diesen Gesprächen werde durch das Bundesverkehrsministerium wahrgenommen.

Mehr zum Thema

DFS Zentrale in Langen: Von hier aus könnte man auch Lufträume in anderen Ländern kontrollieren.

Störung bei der Deutschen Flugsicherung

ticker-deutschland

Deutsche Marine verabschiedet nach 45 Jahren Westland Sea Lynx

ticker-deutschland

Bericht: Deutschland plant Strafen bei zu geringem SAF-Einsatz

ticker-deutschland

Deutsche Regierung macht ernst mit Bürokratieabbau im Verkehr - Luftverkehrsbranche zufrieden

Video

Das Terminal des Port Polska: Platz für vorerst 44 Millionen passagiere.
Von Kommunisten erdacht, viel später von einer nationalkonservativen Regierung wiederbelebt und schließlich von einer liberalen Regierung bestätigt: Port Polska hat viele politische Wendungen überlebt. Polens neuer Zentralflughafen nimmt nun konkrete Formen an. Ende 2032 soll er eröffnet werden - mit Platz für jährlich 44 Millionen Fluggäste, 24-Stunden-Betrieb und Lot Polish Airlines als wichtigster Nutzerin.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Sturm am Flughafen Forli: Flugzeuge umgedreht.
Ein heftiger Sturm mit Böen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde ist über Forlì in Italien hinweggezogen. Auch der Flughafen wurde getroffen: Zwei eingelagerte Boeing 737 und mehrere Kleinflugzeuge wurden beschädigt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack