Das Selfie des U-2-Piloten: Ballon in Sicht.

Pilot machte FotoPilot schießt aus Lockheed U-2 Selfie mit Spionageballon

Besondere Flugzeuge für ein besonderes Objekt: Zwei Lockheed U-2 der Luftwaffe der USA haben den chinesischen Spionageballon ausspioniert. Davon ist nun ein Foto veröffentlicht worden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Tagelang hielt er nicht nur die USA, sondern auch die Welt in Atem. Ein chinesischer Spionageballon war Anfang des Monats über den Vereinigten Staaten unterwegs. Teilweise musste die Luftfahrtbehörde des Landes Teile des Luftraums schließen. Auch einzelne kleinere Flughäfen mussten auf Anweisung der Federal Aviation Administration FAA kurzzeitig den Betrieb einstellen.

Erst nach ein paar Tagen schoss die Luftwaffe der USA den chinesischen Spionageballon über dem Meer ab. Doch ungestört war er in der Zeit zuvor nicht unterwegs. Zwei Flugzeuge der United States Air Force spionierten zurück und begleiteten den Ballon, wie die Luftwaffe dem Portal The War Zone bestätigt hat. Es handelte sich um Lockheed U-2.

Raumanzugartige Uniform

Die U-2, die auch Dragon Lady genannt werden, sind die einzigen Flugzeuge der amerikanischen Luftwaffe, die in der Lage sind, in die Höhen aufzusteigen, in denen sich der Ballon aufhielt - und auch dort zu verweilen. Der Spionageballon, der laut Washington einen Durchmesser von rund 60 Meter hatte (zum Vergleich: Ein Airbus A380 ist 78 Meter lang), flog in einer Höhe zwischen 18 und 21 Kilometern.

Lockheed U-2 Dragon Lady: Kann sehr hoch fliegen. Bild: USAF

Ein auf Militärluftfahrt spezialisierter Journalist hat jetzt ein Foto erhalten, das aus einem der beiden Aufklärungsflugzeuge aufgenommen worden sein soll. Es zeigt den Kopf des Piloten sowie den Ballon, auf dem der Schatten der Dragon Lady erkennbar ist. Der Helm des Piloten gehört zu einer raumanzugartigen Uniform, die aufgrund der großen Höhe, in der die U-2 unterwegs sind, nötig ist.

In einer Höhe von 18 bis 21 Kilometern

Bereits 1955 hob die erste Maschine der von der CIA unter höchster Geheimhaltung zusammen mit Lockheed entwickelten U-2 erstmals ab. Sie trug den Namen Article 34. Die Flieger können eine Flughöhe von über 21 Kilometern sowie eine Reichweite von mehr als 4800 Kilometern mit 320 Kilogramm Nutzlast erreichen. Ihre Spannweite beträgt 32 Meter. Fast 20 Meter lang ist eine Dragon Lady.

Wegen der großen Flughöhe müssen die Crews der U-2 Druckanzüge tragen. Bild: USAF

Die U-, die zunächst für die CIA und seit den 60er-Jahren für die US Air Force im Einsatz sind, können mit verschiedensten Kameras und Sensoren sowie mit Radartechnik und Datenlinkantennen ausgestattet werden. Ihre Zukunft ist jedoch ungewiss.

Ausmustern oder nicht?

Immer wieder hieß es, man wolle die U-2 Dragon Lady im Rahmen von Modernisierungs- oder Sparprogrammen vielleicht ausmustern. Doch der Einsatz zur Beobachtung des Spionageballons zeugt zumindest, dass es noch Nutzen für die Aufklärer gibt.

Mehr zum Thema

Die Royal Air Force setzte ihre Britten-Norman Defender 4000 für Überwachungsflüge ein.

Aus Militär- werden Passagierflieger mit gewissem Extra

Ballon landet auf Boeing 737

Ballon landet auf Boeing 737

Ein Glück, dass der niederländische Pilot seine Kamera mit dabei hatte.

Pilot schießt Dreamliner-Selfies

Eine Boeing 747-8 von Lufthansa: Flug LH511 dauerte deutlich länger als sonst.

U.S. Air Force zahlt Lufthansa 400 Millionen Dollar für zwei Boeing 747-8

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack