Die Falcon 900 nach dem Unfall in San Diego: Der Pilot hatte keine gültige Fluglizenz.

UnfallPilot ohne Lizenz setzt Businessjet ins Kiesbett

Vor zwei Jahren verunfallte eine Falcon 900 Ex nach dem Start in San Diego. Nun ist der Abschlussbericht zur Untersuchung erschienen. Der Pilot hatte keine Lizenz.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Wer in Deutschland ohne gültige Fahrerlaubnis Auto fährt, begeht eine Straftat und riskiert eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Wer ein Flugzeug ohne die erforderliche Erlaubnis fliegt, verstößt schwer gegen das Luftfahrtrecht und kann ebenfalls mit einer Haftstrafe belegt werden.

Zu zehn Monaten Haft und einer Geldstrafe von 5500 Dollar wurde vor einigen Jahren in den USA ein Mann verurteilt, der zwei Passagierflüge ohne eine gültige Pilotenlizenz durchführte. Die Luftfahrtbehörde FAA hatte vorher all seine Genehmigungen widerrufen.

Keine Lizenz seit zwei Jahren

Deutlich höher wird wohl die Strafe für einen US-Piloten ausfallen, dem ebenfalls alle Pilotenlizenzen wegen Fälschung von Logbucheinträgen und Aufzeichnungen entzogen wurden - und der am 13. Februar 2021 am Montgomery-Gibbs Executive Airport im kalifornischen San Diego mit einer Falcon 900 verunfallte. Zu dem Zeitpunkt war der Pilot schon zwei Jahre ohne gültige Lizenz unterwegs, berichtet das Portal Aerotime.

Zusammen mit dem Co-Piloten wollte er die Falcon mit dem Kennzeichen N823RC von San Diego nach Hawaii fliegen. An Bord der Maschine waren zwei Passagiere und ein Flugbegleiter. Das Flugzeug überrollte beim Start das Ende der Piste und krachte auf eine Kiesfläche, wodurch alle drei Fahrwerke abgerissen wurden. Verletzt wurde niemand.

Zu langsam und zu schwer

Laut dem am 29. Juni veröffentlichten Abschlussbericht der US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB sollen mehrere Gründe zu dem Unfall geführt haben. Zum einen soll das tatsächliche Abfluggewicht rund 1,3 Tonnen über dem maximalen Abfluggewicht (MTOW, Maximum Take-Off Weight) gelegen haben. Dadurch soll die Falcon auch falsch getrimmt gewesen sein.

Zudem zeigen Daten des digitalen Flugdatenschreibers, dass der Kapitän versuchte, mit einer zu niedrigen Rotationsgeschwindigkeit zu starten. Letztlich brach er den Start ab, versuchte noch zu bremsen und rutschte ins Kiesbett.

Auch Co-Pilot hatte kaum Erfahrung

Pilot und Co-Pilot sollen beide bei dem Eigentümer der Maschine angestellt gewesen sein. Der Co-Pilot war zwar im Besitz einer gültigen Fluglizenz und auch Musterberechtigung für die Falcon, hatte in dem Flieger aber erst 16 Stunden Flugerfahrung. Der Pilot dagegen hatte noch nie eine Musterberechtigung für das Flugzeug besessen. Er hatte kurz vor dem Unfall erst die Ausbildung für die Maschine begonnen.

Die NTSB kommt zu dem Ergebnis, dass auch die mangelnde Kontrolle des Kapitäns zu dem Unfall beitrug. Es fehlte an «ordnungsgemäßer Zertifizierung und mangelnder Flugerfahrung der Besatzung mit der Flugzeugmarke und dem Flugzeugmodell».

Mehr zum Thema

Simulator von Lufthansa Aviation Training: Vieles lässt sich auch hier erledigen.

Wie behalten Piloten beim Grounding ihre Lizenz?

Schubhebel: Nicht immer legen in Pakistan hier befähigte Menschen hand an.

Piloten schickten Freunde zu Prüfungen

Cockpit eines A340: Der Arbeitsplatz von William C.

Pilot flog 25 Jahre mit gefälschten Papieren

Die Boeing Spearman aus dem Jahr 1949 vor dem Unfall: Das Flugzeug kollidierte mit einer Windkraftanlage.

Warum ein historischer Doppeldecker mit einer Windkraftanlage kollidierte

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies