Embraer 190 von LAM: Der Pilot war alleine im Cockpit.

Pilot crashte Embraer absichtlich

Schrecklicher Befund der Ermittler: Der Absturz der Embraer 190 von Linhas Aéreas de Moçambique LAM in Namibia wurde vom Flugkapitän gezielt herbeigeführt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Lange verlief alles normal auf Unglücksflug TM470 von Maputo nach Luanda. Die Crew der Embraer 190 von Linhas Aéreas de Moçambique LAM meldete sich 29. November beim Überflug von Botswana pflichtgemäß bei der Flugaufsicht in Gaborone. Die Verbindung war gut, die Kommunikation normal. Das Flugzeug flog zu jenem Zeitpunkt per Autopilot auf rund 38'000 Fuß (rund 11'600 Meter). Doch dann habe der Kopilot das Cockpit verlassen, erklärte die mosambikanische Untersuchungsbehörde Instituto de Aviação Civil de Moçambique nun bei einer Medienkonferenz zu den Ermittlungsresultaten. Das war der Anfang vom Unglück, das 33 Menschen das Leben kostete.

Flugkapitän H. S. F. änderte daraufhin innerhalb kürzester Zeit drei Mal die Höheneingaben - von 38'000 Fuß (rund 11'600 Meter) auf zuletzt minus 592 Fuß (180 Meter). Die Geschwindigkeit setzte er zugleich aufs Maximum und auch die Landeklappen fuhr er offenbar aus, wie die Nachrichtenagentur AIM schreibt. Diese Manipulationen zeigten, dass der Pilot «die klare Absicht» gehabt habe, die Embraer 190 abstürzen zu lassen, so die Ermittler.

Kopilot wollte ins Cockpit zurückkehren

Die Auswertung der Aufzeichnungen zeige auch, dass der erfahrene Flugkapitän mit 9053 Flugstunden die diversen akustischen Alarmsysteme völlig ignoriert habe während er den Autopiloten manipulierte, so die Ermittler. Der Kopilot habe während dieses rasanten Sinkfluges zudem verzweifelt versucht, ins Cockpit zurückzukommen. Doch auch das ignorierte H. S. F. Man könne auf den Aufzeichnungen heftiges Klopfen gegen die Türe hören und Bitten, ihn hereinzulassen. Warum der Flugkapitän das alles getan habe, sei nicht bekannt.

Mehr zum Thema

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Visualisierung einer Boeing 747 von Can Am: Gelingt der Aufbau einer Jumbo-Jet-Flotte?

Deutscher will USA, Kanaren und Afrika mit neuer Airline verbinden - mit Boeing 747 mit reiner Business Class

Airbus A330 von Brussels Airlines: Crews mit Zentralafrika-Einsätzen dürfen nicht mehr in die USA.

Wer nach Kinshasa flog, darf nicht mehr nach New York: Neue Regeln der USA fordern Brussels Airlines heraus

Video

airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg