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Paradigmenwechsel beim Komfort?

Lange schien der Preis der wichtigste Faktor bei der Flugbuchung zu sein. Doch nun scheint sich im Buchungsverhalten der Passagiere etwas zu ändern.

衛兵隊衛士/Wikimedia/CC

Premium-Economy-Class von Air France: Die neue Klasse wird immer beliebter.

Glamourös, komfortabel, ein Erlebnis – das goldene Zeitalter des Fliegens, in dem diese Begriffe die Reise im Flugzeug umschrieben, liegt schon einige Jahrzehnte zurück. Stattdessen hat die Jagd nach den billigsten Tickets Überhand gewonnen, die Sitze werden schmaler, die Annehmlichkeiten weniger. Doch nun könnte diese Entwicklung ein Ende haben. Zumindest, wenn man neusten Ergebnissen einer Studie glaubt, die der Flugzeughersteller Airbus durchführte.

Zwar sind die Flüge billiger als noch vor einigen Jahren. Doch damit einher gehen auch mangelnder Platz, Schlaflosigkeit, sowie Bein- und Rückenschmerzen. Das sind die drei Dinge, über die sich die meisten Economy-Class-Passagiere laut einer Befragung von Airbus beklagen. Offenbar stößt die Billigfliegerei damit an eine Grenze. Sobald die Einschnitte auch nach dem Flug noch Auswirkungen haben, reicht es den Reisenden offenbar.

Zum Draufzahlen bereit

41 Prozent aller Passagiere, so die Studie, seien daher bereit, mehr innerhalb der Economy-Class zu zahlen, wenn das zu einem größeren Maß an Komfort führe. Fünf Prozent erwägen aus diesen Gründen gar ein Upgrade in eine höhere Klasse. Diese Ergebnisse bestätigen den Trend, der sich schon lange abzeichnet und der Fluggesellschaften dazu bringt, die Zwischenklasse Premium Economy einzuführen, die in die Lücke zwischen Preisbewussten Reisenden und Erholungsbedürftigen Passagieren zielt.

Zum Aufpreis innerhalb der Buchungsklasse zählt zum Beispiel die Bereitschaft, für einen Gangplatz oder einen Sitzplatz beim Notausgang mehr zu zahlen, wenn das zu mehr Beinfreiheit führt. 34 Prozent aller Passagiere nutzen laut der Umfrage dafür spezielle Internetseiten, auf denen die bestimmten Plätze bewertet werden. «Einer der wichtigsten Faktoren bleibt aber die Breite der Sitze», so Airbus-Experte Kevin Keniston. Auch wenn die Sitze mit der Zeit immer schmaler geworden seien. «Alles, was unter 43 Zentimeter breit ist, ist nicht mehr tolerierbar.»



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