Eine Fokker 100 der ehemaligen Swissair: Die Maschinen sind in die Jahre gekommen.

Streit um den Regierungsjet

Der Staatschef von Paraguay will ein Flugzeug. Doch seine Generäle legen sich quer, weil sie die Wahl des Modells für falsch halten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Fernando Lugo hat den kauf bereits abgesegnet. Der Präsident von Paraguay möchte in Brasilien eine Fokker 100 mit Baujahr 1997 kaufen. 7 Millionen Dollar soll der neue Regierungsjet kosten - inklusive Generalüberholung mit neuen Motoren, aufgefrischter Kabine, Ausbildung des Personals und Überführung nach Paraguay. Doch das Flugzeug steht noch immer in Brasilien. Denn das nötige Geld ist beim Wirtschaftsministerium blockiert, wie die paraguayanische Zeitung ABC in ihrer Onlineausgabe schreibt.

Hinter der Blockade stehen Kreise aus der Armee, die den Kauf für falsch halten. Sie wollen nun erst einen Techniker nach Brasilien entsenden, um die Flugtüchtigkeit der Fokker 100 zu überprüfen. Ex-Armeechef Heriberto Insaurralde kritisierte jedenfalls Ende September den Entscheid. «Dieses Flugzeug sollte 100 Prozent Sicherheit gewährleisten. Doch aufgrund seines Alters und weil es leicht mehr als 20'000 oder 25'000 Flugstunden auf dem Buckel hat, kann es das nicht mehr leisten» sagte er gemäß der Nachrichtenagentur Notimex. General Christ Jacobs entgegnete: «Das ist eine erneuerte Maschine, ausgerichtet auf regionale und interkontinentale Flüge mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis».

Schlechte Erfahrungen

Paraguay machte in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Präsidentenmaschinen. Ex-Präsident Juan Carlos Wasmosy kaufte 1997 eine Boeing B707 für 5 Millionen Dollar. Zwei Jahre später unter seinem Nachfolger wurde der Jet als überflüssig erachtet. Verkaufen konnte man ihn aber nur noch für etwas weniger als 0,7 Millionen.

Mehr zum Thema

Flieger von Paranair: Die Flotte soll verstärkt werden.

Paranair lästert über Luftfahrtbehörde

Ein Diktatoren-Flieger auf dem Acker

Ein Diktatoren-Flieger auf dem Acker

Als Arbeiter die Piste reparieren, landet ein Jet

Als Arbeiter die Piste reparieren, landet ein Jet

Neustart geplant: Sol de Paraguay will diesmal nur Inlandsflüge anbieten.

Die Rückkehr von Sol del Paraguay

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies