Fokker 100 von OLT Express: Fliegt nicht mehr.

OLT Express stellt Betrieb ein

Die deutsche Regionalfluggesellschaft fliegt nicht mehr. Die Schuld gibt sie dem Eigentümer, der erst vor kurzem als Retter eingestiegen war.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Das Wunder von Bremen dauerte gerade Mal etwas mehr als zwanzig Wochen. OLT Express Germany stellte am späten Sonntagabend (27. Januar) überraschend den gesamten Flugbetrieb ein. Dies teilte das Unternehmen in einem Mediencommuniqué mit. Grund der Maßnahme ist offenbar eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Management und der niederländischen Eigentümerin Panta Holdings. Sie habe das Sanierungskonzept abgelehnt, welches man mit den Mitarbeitenden in den letzten Wochen entwickelt habe. Darin seien einschneidende Teilzeitregelungen und einen markanten Lohnverzicht der Angestellten vorgesehen gewesen, so OLT. Auch wesentliche Gläubiger hätten mitmachen wollen.

Nur Panta war offenbar nicht bereit, einen Beitrag zu leisten - sprich neues Geld einzuschießen. Somit sei man «nicht mehr in der Lage, wirtschaftlich erfolgreich zu agieren», erklärte OLT. Wie es nun weiter gehen soll, ist unklar. Über weitere Schritte will das Unternehmen sobald als möglich informieren. Konkret wird es aber nicht. Es droht daher das Ende eines der ältesten noch bestehenden deutschen Luftfahrtunternehmen, das letztes Jahr die Stuttgarter Contact Air schluckte.

Neu durchstarten

Dass es OLT nicht besonders gut lief, sah man seit einiger Zeit. Im Dezember hatte die Fluglinie bekannt gegeben, ihr eben erst ausgebautes Streckennetz massiv zu stutzen und fünf Flugzeuge stillzulegen - ein Drittel der Flotte. Doch das reichte offenbar alleine nicht.

Dabei sah es vor kurzem noch so gut aus. Anfang August August fiel OLT-Chef Joachim Klein ein Stein vom Herzen. Er hatte mit der Panta Holdings innert kürzester Zeit einen neuen Eigentümer gefunden. Zwei Wochen zuvor war nämlich bekannt geworden, dass die vorherige Besitzerin Amber Gold ihre deutsche Fluggesellschaft verkaufen wollte. Es war ein Besitzerwechsel im allerletzten Augenblick. Kurze Zeit später war die polnische Muttergesellschaft insolvent. Mit der neuen Alleinaktionärin Panta aber wollte OLT durchstarten und kräftig ausbauen.

Vor allem Ankündigungen

Hinter Panta Holdings steht der niederländische Unternehmer Jaap Rosen Jacobson. Ihm gehört ein kleines Luftfahrt-Imperium, zudem neben OLT auch die niederländische Denim Air gehört. Er sicherte sich nach dem Konkurs des Herstellers Fokker aber auch die Rechte an den Maschinen. Heute arbeitet Jacobson mit seiner Firma NG Aircraft daran, die Jets in einer Neuauflage und völlig modernisiert wieder in die Luft zu kriegen. Bislang allerdings blieb es immer bei Ankündigungen.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies