Boeing 777X und das riesige Triebwerk GE9X: Bald wieder in der Luft?

Seit August am BodenNimmt Boeing die Testflüge mit der 777X bald wieder auf?

Seit fast vier Monaten sind die Testflüge der Boeing 777X aufgrund eines technischen Problems ausgesetzt. Doch jetzt gibt es ein gutes Zeichen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Vier Testflugzeuge des neuen Modells 777X hat Boeing bereits in Betrieb. Sie tragen die Kennzeichen N779XW, N779XX, N779XY und N779XZ. Allerdings kann seit vier Monaten keiner der Jets mehr abheben. Denn am 20. August musste Boeing die Testflüge einstellen.

Der Grund: Bei der Wartung nach einem Flug war bei einem der Testflugzeuge ein Schaden an einem sogenannten Thrust Link aufgefallen. Das ist eine Art Verbindungsstange zwischen Triebwerk und Flugzeugstruktur, die mechanische Belastungen überträgt. An zwei weiteren 777X-Testfliegern wurden anschließend ebenfalls Risse in Thrust Links entdeckt.

Ursachenforschung braucht Zeit

An jedem der beiden Triebwerke der Boeing 777X befinden sich zur Redundanz zwei Thrust Links. Sie stammen aber nicht von GE, welche die riesigen GE9X-Triebwerke baut, sondern von Boeing. Eine schnelle Erklärung für die Schäden gab es nicht.

Mitte September sagte Boeing-Finanzchef Brian West, das zuständige Team sei immer noch dabei, die Grundursache für das Problem zu verstehen, um dann Korrekturmaßnahmen festzulegen. Auch bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen am 23. Oktober gab es von Boeing keine Neuigkeiten in Sachen Trust Links und 777X-Flugtests.

Triebwerk wird installiert

Doch nun scheint es Fortschritte zu geben. So soll nicht nur die 777X-Produktion nach dem langen Streik der Mechanikerinnen und Mechaniker von Boeing wieder anlaufen. Es sind auch Fotos vom Testflieger N779XZ aufgetaucht, an dem ein Triebwerk montiert wird.

Die Fan-Gruppe Boeing 777X Lovers veröffentlichte die Bilder und schrieb: «Ein GE9X-Triebwerk mit neuem Thrust Link ist in Paine Field, Everett, angekommen.» Es werde an der N779XZ installiert. Es handelt sich um das jüngste der vier Testflugzeuge.

Auslieferungen ab 2026

Auch wenn der Flugzeugbauer selbst sich noch nicht geäußert hat: Die Arbeiten an der Boeing 777X dürften ein erster Schritt sein auf dem Weg, die Testflüge wieder auszunehmen. Erste Auslieferungen hatte Boeing zuletzt für das Jahr 2026 angekündigt.

Mehr zum Thema

Das Triebwerk GE9X der Boeing 777X: Die Thrust Links sind die beiden Stangen oben rechts.

Boeing sucht weiter Lösung für Problem, das 777X-Flüge stoppte

Boeing muss Testflüge mit 777X schon wieder einstellen

Boeing muss Testflüge mit 777X schon wieder einstellen

Boeing-737-Max-Produktion: Die Max 7 und die Max 10 sind noch nicht zertifiziert.

Boeing entlässt erfahrene Ingenieure für 777X und 737 Max

Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.

Warum wenige Jahre alte Airbus und Boeing-Flugzeuge schon verschrottet werden

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack