Das Triebwerk GE9X der Boeing 777X: Die Thrust Links sind die beiden Stangen oben rechts.

Verspäteter LangstreckenjetBoeing sucht weiter Lösung für Problem, das 777X-Flüge stoppte

Der Flugzeugbauer arbeitet weiterhin daran, das Problem mit einem Verbindungsteil zwischen Triebwerk und Flugzeugstruktur der 777X zu verstehen. Mögliche Auswirkungen auf erste Auslieferungen kann Boeing noch nicht absehen.

Top-Jobs

Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs

Es ist keineswegs so, als litten Flug- und Leasinggesellschaften nur unter Verspätungen von Boeing. Ein gutes Beispiel ist Emirates. Die Golfairline musste Auslieferung und Betriebsstart des ersten Airbus A350 schon mehrmals nach hinten verschieben. Aktuell erwartet Emirates das erste Exemplar im Oktober, im Dezember soll der Betrieb starten.

Allerdings ist der A350 ein Flugzeug, das zertifiziert ist und sich bereits seit Jahren im Betrieb befindet, und die Verspätungen haben ihre Gründe bei Zulieferern und Produktion. Anders ist es bei einem anderen Modell, das Emirates erwartet: die Boeing 777X. Die Fluggesellschaft fürchtete schon Anfang des Jahres, dass sich die erste 777-9-Auslieferung erneut verschieben könnte, dieses Mal von Ende 2025 ins Jahr 2026.

Verbindung zwischen Triebwerk und Struktur

Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter sagte Anfang Mai über die ersten 777X für die deutsche Fluggesellschaft: «Wir glauben, er wird frühestens Anfang Sommerflugplan 2026 bei uns ankommen.» Seit dieser Aussage ist ein neues technisches Problem aufgetreten.

Am 20. August musste Boeing die Testflüge mit ihren 777X einstellen, nachdem bei einer Wartung nach einem Flug ein Teil aufgefallen war, das nicht wie vorgesehen funktionierte. Es handelte sich um einen sogenannten Thrust Link, eine Art Verbindungsstange zwischen Triebwerk und Flugzeugstruktur, die mechanische Belastungen überträgt.

Boeing-Experten müssen Ursache verstehen

An jedem der beiden Triebwerke der Boeing 777X befinden sich zur Redundanz zwei Thrust Links. Die Teile stammen von Boeing, nicht vom Triebwerksbauer GE. An zwei weiteren 777X-Testfliegern wurden ebenfalls Risse in ihnen entdeckt.

Mitte September ist das Problem weiterhin nicht ganz geklärt. Wie das Magazin Flighglobal berichtet, sagte Boeing-Finanzchef Brian West am 13. September, das zuständige Team sei immer noch dabei, die Grundursache für das Problem zu verstehen, um dann Korrekturmaßnahmen festzulegen.

Auswirkungen auf Zeitplan noch nicht klar

Erst wenn diese Maßnahmen feststünden, werde man «etwaige Auswirkungen auf die Zeitplanung» abschätzen können, so West. Man müsse dem Team die nötige Zeit geben.

Mehr zum Thema

Ein Blick auf den Boeing-777X-Parkplatz

Ein Blick auf den Boeing-777X-Parkplatz

Boeing 777-9 von Lufthansa: Soll so aussehen.

Lufthansa rechnet mit Boeing 777X erst 2026

Boeing muss Testflüge mit 777X schon wieder einstellen

Boeing muss Testflüge mit 777X schon wieder einstellen

boeing produktion (3)

Boeing triumphiert bei den Bestellungen, Airbus bei den Auslieferungen

Video

airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack
antonov leipzig 14
Aufgrund des russischen Angriffskriegs musste die ukrainische Frachtfluggesellschaft ihre Basis nach Deutschland verlegen. aeroTELEGRAPH hat Antonov Airlines und ihre An-124 am Flughafen Leipzig/Halle besucht.
Timo Nowack
Timo Nowack