Lagos in Nigeria: Im Land herrscht Devisenmangel.

Blockierte GelderNigeria zahlt Airlines 743 Millionen Dollar zurück

Seit langer Zeit hielt das Land Gelder zurück, die Fluglinien weltweit zustanden. Das ändert sich nun. Emirates, Qatar Airways und die Lufthansa-Gruppe können sich freuen.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Emirates hatte Ende vergangenen Jahres genug. Die Airline stellte nach langem Hin und Her alle Flüge nach Nigeria ein. Der Grund: Das Land hielt Einnahmen aus Ticketverkäufen im Wert von rund 85 Millionen Dollar zurück. Auch nach wiederholter Bitte Nigerias, zurückzukommen, blieb die Fluggesellschaft aus Dubai - abgesehen von einer kurzen Wiederaufnahme - der bei ihrer Entscheidung.

Die Airline ist damit nicht alleine. Insgesamt 743 Millionen Dollar an Airline-Geldern hält das Land laut Angaben des Airline-Dachverbands Iata zurück. Doch damit ist Schluss. Nigeria gelobt, den Fluggesellschaften ihre Einnahmen wieder auszuzahlen.

Schwerer Dollarmangel

Nigeria sei bestrebt, Gelder aus dem Ticketverkauf ausländischer Fluggesellschaften freizugeben. Man habe bereits mit einigen Zahlungen begonnen, sagte Luftfahrtminister Hadi Sirika laut der Nachrichtenagentur Reuters. Er nannte neben Emirates auch Qatar Airways. Im Dezember hatte ein Sprecher der Lufthansa-Gruppe gegenüber aeroTELEGRAPH bestätigt, dass man auch betroffen sei. Man befinde sich aber konstant in Gesprächen zum Thema.

Nigeria leidet unter schwerem Dollar-Mangel, der die Menschen und Unternehmen im Land dazu zwingt, auf dem Schwarzmarkt nach Devisen zu suchen, wo die Währung Naira zunehmend schwächer geworden ist.

Venezuela hält am meisten zurück

Mit 743 Millionen Dollar an blockierten Geldern vereint Nigeria den größten Einzelanteil der zurückgehaltenen Einnahmen auf sich, die sich laut Iata weltweit in verschiedenen Ländern auf insgesamt zwei Milliarden Dollar belaufen. Hinzu kommt noch Venezuela, wo allein schon 3,8 Milliarden seit 2016 nicht an Airlines fließen.

Laut Iata sind andere Länder mit blockierten Geldern Pakistan (225 Millionen Dollar), Bangladesch (208 Millionen Dollar), der Libanon (144 Millionen Dollar) und Algerien (140 Millionen Dollar).

Hoffnungen wurden erhört

Nigeria hatte der Airline-Dachverband bereits im Dezember als positives Beispiel genannt - man erkenne den Willen der Politik, etwas an der Situation zu ändern. Offenbar waren die Hoffnungen der Iata berechtigt.

Mehr zum Thema

Venezuela: Airline sbekommen Einnahmen nicht mehr aus dem Lande.

Sechs Länder blockieren Einnahmen von Airlines

Rang 5: Angola. 237 Millionen, seit 7 Monaten blockiert.

Diese Länder blockieren Airline-Gelder

Petro-Logo: Airlines sollen die Währung nun als Zahlungsmittel akzeptieren.

Airlines sollen Venezuelas Petro akzpetieren

Design: Zu welchen Airlines gehören diese Seitenleitwerke?

Können Sie auch diese Airlines an ihren Heckflossen identifizieren?

Video

Embraer E195-E2 von Azul: Das Flugzeug hebt erst kurz vor dem Ende der Piste ab.
Eine Embraer E195-E2 von Azul hat in São-Paulo-Congonhas fast die gesamte Startbahn gebraucht. Es ist nicht der erste brenzlige Moment an dem Ort am Stadtflughafen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil