Mann auf TragflächeNigeria plant jetzt Wachtürme an Flughäfen

Nachdem in Nigeria ein Mann auf den Flügel eines startbereiten Jets geklettert ist, verspricht das Land nun neue Sicherheitsmaßnahmen. Eine Gewerkschaft fordert mehr.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ein Mann klettert über das Triebwerk auf die Tragfläche eines Flugzeuges, das am Anfang der Piste auf die Startfreigabe wartet. Diese absurde wie unheimliche Szene spielte sich vergangenen Freitag (19. Juli) am Flughafen Lagos in Nigeria ab. Das Motiv des Mannes, der auch ein Stück Handgepäck bei sich trug, ist bis heute genauso wenig bekannt wie der Weg, über den er auf die Piste gelangte. Derweil steht die Sicherheit am Airport in der Kritik.

Die zuständige Behörde Federal Airports Authority of Nigeria FAAN erklärte, man habe etliche Verantwortliche der Flughafensicherheit, die an diesem Tag im Dienst waren, fristlos suspendiert, darunter den Sicherheitschef. Zudem habe man mit dem Einverständnis der Regierung und des Transportministeriums bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Sicherheit an den Flughäfen des Landes zu erhöhen.

Scharfe Kritik an Personalauswahl

Geplant sind demnach Umzäunungen, Bewegungsmelder und Infrarot-Überwachungskameras. Zudem erarbeite man zurzeit Pläne für die Errichtung von Wachtürmen im Laufe des Jahres, so die FAAN. Weiterhin würden bestehende Patrouillen-Teams durch weitere ergänzt, auch unter Mitwirkung von Polizei und Militär.

Die Gewerkschaft Association of Nigerian Aviation Professionals ANAP lobte, dass sich die Behörde verantwortlich zeige, kritisierte jedoch scharf die Personalrekrutierung.

Bei der Auswahl der Sicherheits- und Feuerwehrleute für die Flughäfen würden die Standards der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO nicht eingehalten, warnte ANAP-Chef Abdulrasaq Saidu. Oft würde nach politischen Gesichtspunkten entschieden und so ungeeignete Personen in Schlüsselpositionen gelangen. Damit müsse Schluss sein.

Mitarbeiter wollen Kerosin klauen

Am Flughafen Lagos gab es auch früher schon ungewöhnliche und besorgniserregende Vorfälle. So wurden etwa im Jahr 2015 Mitarbeiter er Fluglinie Arik Air dabei erwischt, wie sie versuchten, Kerosin aus einer geparkten Maschine ihres Arbeitgebers zu klauen. Im Februar 2018 berichteten afrikanischen Medien, Räuber hätte eine Frachttür einer Boeing 737 von Air Peace geöffnet, während sich das Flugzeug bereits auf dem Rollweg befand.

Mehr zum Thema

Die nigerianische Airline Arik hat ein Problem mit diebischen Mitarbeitern.

Diebische Mitarbeiter bei Arik Air

Mann auf Tragfläche: Viele Passagiere waren verunsichert.

Mann klettert auf Piste auf Flügel

ticker-iata

Luftfahrtverbände fordern einheitliche Passagierdatensysteme in Afrika

ticker-news

Afrikanische Entwicklungsbank plant Milliardenprogramm für Luftfahrt

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier