Boeing 737 von S7 Airlines: Die Fluglinie befürchtete das Schlimmste.

Aeroflot und Co.Neues Risiko bei Auslandsflügen von russischen Airlines

Die russische Luftfahrtbehörde warnt Airlines, nicht mehr mit Flugzeugen der staatlichen Leasinggesellschaft GTLK ins Ausland zu fliegen. Sie befürchtet Beschlagnahmungen. Nur zwei Länder erachtet Rosaviatsiya noch als sicher.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Alles, was Rang und Namen in der russischen Luftfahrt hat, ist Kunde bei GTLK. Nicht nur Aeroflot mietet Flugzeuge von der staatlichen Leasinggesellschaft, sondern auch Aurora, Azimuth, Rossiya, S7 Airlines, Yakutia und Yamal. Rund 360 Flieger gehören aktuell zum Portfolio des 2001 gegründeten Unternehmens, dessen Zweck die Förderung der heimischen Transportbranche und Flugzeugbauindustrie ist.

Und genau das wird für die Kundschaft von GTLK zum Problem. Denn im Mai erklärte das oberste Gericht von Irland zwei Töchter der russischen Leasinggesellschaft – GTLK Europe DAC and GTLK Europe Capital DAC – für insolvent, weil sie Schulden von 1,6 Milliarden Dollar angehäuft hatten. Schuld daran waren auch die westlichen Sanktionen.

Noch Verträge aus Irland

Die Insolvenzverwaltung versucht seither, Geld für die Gläubiger zurückzubekommen. Und dabei könnte sie versuchen, Flugzeuge von GTLK im Ausland festzusetzen. Davor warnte jetzt Rosaviatsiya die Fluggesellschaften des Landes, wie die Nachrichtenagentur Interfax zuerst meldete.

Bis auf Weiteres solle man nicht mit vom Staatsunternehmen geleasten Fliegern ins Ausland fliegen, so die russische Luftfahrtbehörde. Der Grund ist, dass viele Verträge noch über die insolventen irischen GTLK-Töchter laufen. Die Warnung gilt für alle Länder, ob befreundet oder nicht.

S7 Airlines verzögerte Flüge

Betroffen sind also auch für Staaten wie China, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Thailand oder Ex-Sowjetrepubliken. Nur zwei Ausnahmen machte Rosaviatsiya. Nach Belarus und in die Türkei könne man mit den GTLK-Jets weiterhin fliegen, erklärte die Behörde. Dort sei das Risiko von Beschlagnahmungen gering.

GTLK versucht nun, alle noch via Irland laufenden Verträge in russisches Recht zu überführen. Das soll den sicheren Betrieb der Flugzeuge auf allen verfügbaren Strecken gewährleisten. Die Warnung hat bereits zu Unsicherheit bei den russischen Fluggesellschaften geführt. So hat S7 Airlines am Freitag (29. September) zwei Flüge von Irkutsk nach Bangkok und von Novosibirsk nach Dubai zurückgehalten, bis eine behördliche Genehmigung vorliegt.

Mehr zum Thema

Der Flughafen <span class="mw-page-title-main">Vologda soll das Lebensgefühl einer vergangenen Zeit wieder aufleben lassen.</span>
<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"></h1>

Russland will einen Retro-Flughafen in der Provinz

Airbus A319 von Aeroflot: Russland sagt, der Sita-Ausschluss bringe keine nennenswerten Probleme.

IT-Ausschluss bringt russischen Airlines Probleme - und nicht nur ihnen

Ein zerlegtes Triebwerk: Russland importiert trotz westlichen Sanktionen Ersatzteile aus den USA und Europa.

Russische Airlines beschaffen sich westliche Ersatzteile für Millionen Dollar

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Video

Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
dubai vertiport 22
Wie funktioniert ein Verkehrsmittel, das es bislang noch gar nicht im kommerziellen Betrieb gibt? In Dubai laufen die letzten Vorbereitungen für den Start von Flugtaxis. Skyports-Manager Gareth Wilson verrät, warum Passagiere gewogen werden, wie schnell der Check-in ablaufen soll und weshalb das Netz mit nur einem einzigen Evtol startet.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies