Trümmer von MH17: Airlines war die Gefahr nicht bewusst.

Folgen von MH17EU-Netzwerk warnt vor gefährlichen Überflügen

Die EU zieht Konsequenzen aus dem Abschuss von Flug MH17 von Malaysia Airlines. Sie führt ein Netzwerk ein, über das Geheimdienste ihre Informationen über gefährliche Gebiete mit Airlines teilen.

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Zwei Jahre hat es gedauert, bis man Konsequenzen aus dem Abschuss von Flug MH17 Malaysia Airlines gezogen hat. Am 17. Juli 2014 war eine Boeing 777 der Fluggesellschaft über der Ostukraine von einer Boden-Luft-Rakete getroffen worden. 298 Menschen kamen beim Absturz ums Leben. In der Folge wurde Kritik laut, dass Geheimdienste die Gefahr von Überflügen des betroffenen Gebietes hätten publik machen und mit Fluggesellschaften teilen sollen.

Das soll nun offenbar geschehen. Wie die Zeitung Wall Street Journal berichtet, haben europäische Geheimdienste und Luftfahrtbehörden ein Netzwerk entwickelt, das Fluggesellschaft vor potenziell gefährlichen Überflügen warnen soll. Es analysiert und sammelt Daten verschiedener Geheimdienste und erstellt daraus ein Bedrohungsprofil, das an die jeweiligen Airlines weitergeleitet wird.

Gemeinsamer Mechanismus

Man habe nun endlich einen Mechanismus für Geheimdienste von EU-Ländern geschaffen, mit dem sie gemeinsam Bedrohungslagen auswerten können, so Patrick Ky, Direktor der europäischen Luftfahrtbehörde Easa.  Mögliche kritische Gebiete befänden sich unter anderem im Nahen Osten oder Afrika – die Ostukraine wird seit dem Abschuss von MH17 ohnehin gemieden.

Die Uno hatte schon früher auf MH17 reagiert und ein Warnsystem geschaffen. Doch dieses basierte nicht auf Informationen von Geheimdiensten. Diese haben teilweise deutlich genauere Informationen darüber, was in den betroffenen Gebieten wirklich vor sich geht.

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