Flughafen von Kairo: Er soll als Basis dienen.

Islamist gründet Fluglinie

Ein Ex-Präsidentschaftskandidat und Geldgeber der Muslimbrüder plant in Ägypten eine neue Airline. Als Ziele sind der Iran geplant - und die USA.

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Muhammad Chairat Sa'd al-Schater ist eine Macht in Ägypten. Als Unternehmer betreibt er ein erfolgreiches Einrichtungs- und Textilunternehmen mit Filialen an den besten Lagen. Und in der Politik gilt er als Chefstratege und Geldgeber der Muslim-Bruderschaft als starker Mann. Bei den Wahlen vor einem Jahr war er gar Kandidat seiner Partei für die Präsidentschaft. Nur die Disqualifizierung durch die Behörden hinderte ihn daran, an die Staatsspitze zu gelangen. Nun entdeckte der Vater von zehn Kindern offenbar noch ein Betätigungsfeld. In den letzten Wochen habe al-Schater ernsthaft begonnen, in die Luftfahrt zu investieren. Dies bestätigten gut informierte Kreise dem TV-Sender Al Arabiya.

Konkret will al-Schater Egypt Air sieben stillgelegte Flugzeuge abkaufen. So möchte er offenbar gemäß dem Bericht drei Boeing B737-500 und vier Airbus A340-200 und A320-200 übernehmen. Damit will der Unternehmer in erster Linie Flüge zwischen Kairo und Teheran anbieten. Die neue islamistische Regierung fördert den Tourismus zwischen Ägypten und dem Iran. Deshalb sehe al-Schater in der Strecke enormes Potenzial, so Al Arabiya.

Zuerst mit Partner geplant

Doch der Ägypter will nicht nur in den islamischen Bruderstaat fliegen, sondern auch in dessen ärgstes Feindesland. Auch Flüge in die Vereinigten Staaten seien vorgesehen, so der Bericht. Zuerst wollte al-Schater offenbar mit dem Franko-Ägypter Rami Lakah zusammenarbeiten. Ihm gehörte früher die Fluglinie Air Horizons. Doch die beiden hätten sich nicht auf eine gemeinsame Führungsstruktur einigen können.

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