Boeing 777 in MSC-Farben: So sollen die Flieger aussehen.

Geplatzte ITA-ÜbernahmeMSC geht mit neuer Frachtairline eigene Wege

Mit ITA und MSC wird es nichts. Daher gründet der Reedereiriese nun mit Boeing 777 F eine eigene Airline. Er springt damit auf einen weltweiten Trend auf.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Mit ITA Airways und zusammen mit Lufthansa hat es nicht geklappt. Doch davon will sich MSC nicht aufhalten lassen, das war schon klar. «Wenn es mit ITA nicht funktioniert, funktioniert es vielleicht mit einer anderen Fluggesellschaft», sagte erst kürzlich Pierfrancesco Vago, Chef der Kreuzfahrtsparte des schweizerisch-italienischen Reedereiriesen.

Und der Gigant der Meere hat nicht lange gefackelt. Er gründet eine eigene Frachtairline, wie er am Dienstag (27. September) bekannt gab. Im kommenden Jahr werde man das Projekt gemeinsam mit der amerikanischen Atlas Air, die unter anderem auch für Amazon Air im Einsatz ist, angehen, so MSC.

Vier Boeing 777 F

Wie MSC mitteilt, wird Atlas Air vier Boeing 777 F im Rahmen eines langfristigen Vertrags betreiben, bei dem die Fluggesellschaft sowohl Flugzeuge und Crew sowie Wartung zur Verfügung stellt. MSC Air Cargo wird die neue Airline heißen. Sie wird den kommerziellen Flugbetrieb Anfang 2023 mit einem Flugzeug aufnehmen. MSC wird für den Verkauf der Frachtkapazitäten und die Festlegung der Flugrouten verantwortlich sein.

Die vier Boeing 777 F hatte Atlas Air im Januar bei Boeing bestellt. Die Auslieferung des ersten Flugzeugs ist für das vierte Quartal 2022 geplant. Die übrigen Flugzeuge werden im Laufe des Jahres 2023 ausgeliefert.

Allgemeiner Trend bei Reedereien

MSC ist die neueste Seeschifffahrtsgesellschaft, die nun auch Luftfrachtdienste anbietet. Dieser Trend ist Teil eines größeren strategischen Wandels in der Branche. Während viele Menschen aufgrund von Corona-Regeln ihr Geld in den vergangenen Jahren nicht mehr für Reisen, Konzerte und andere Freizeitaktivitäten ausgeben können, bestellten sie Waren online. Hinzu kam die gestiegene Nachfrage nach medizinischen Gütern. Viele dieser Dinge wurden von Asien nach Europa und in die USA transportiert – auf Containerschiffen.

Die Nachfrage ließ die Preise für Containertransporte in die Höhe schießen. So schrieben die Reedereien so hohe Gewinne wie nie zuvor und hatten viel Geld für Investitionen. Sie kauften neue Schiffe und investieren in Hafenterminals. Aber die vergangenen zwei Jahre haben auch gezeigt, dass es eine gute Idee ist, sich breiter aufzustellen.

Breiter aufgestellt

Das wurde etwa deutlich, als im März 2021 das Containerschiff Ever Given den Suezkanal tagelang blockierte und somit für heftige Störungen und Verzögerungen im Schiffsverkehr sorgte. Also entschlossen die größten Reedereien, sich breiter aufzustellen. Maersk etwa hat mit Star Air eine Tochter, der sie zwei neue Boeing 777 F spendierte, um die alternde 767-Flotte zu verjüngen. Zudem kaufte sie den deutschen Spediteur Senator, der auch stark im Luftfrachtgeschäft ist.

Auch CMA CGM gründete vergangenes Jahr eine Luftfrachttochter: Sie verfügt nun über fünf Airbus A330 F. Außerdem bestellte sie bei Boeing vier 777-Frachter. Im vergangenen November bestellte das französische Unternehmen zudem bei Airbus vier A350-Frachter und bildete im Mai eine Frachtallianz mit Air France-KLM.

Mehr zum Thema

Air France, KLM und CMA CGM: Ziehen nun an eine Strang.

Air France und CMA CGM wollen Luftfrachtmarkt aufmischen

Air France-KLM hat Kapital erfolgreich erhöht -  CMA CGM jetzt Großaktionär

Air France-KLM hat Kapital erfolgreich erhöht - CMA CGM jetzt Großaktionär

Containerschiff und Boeing 777 F: Die Kombination liegt im Trend.

Warum Schifffahrtsriesen jetzt in die Luftfahrt investieren

Eine Antonov An-12: Das Flugzeug kann bis zu 20 Tonnen Fracht transportieren.

Airline flottet 63 Jahre alte Antonov An-12 neu ein

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies