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Mauritania zurück in Europa

Drei Jahre lang war die Fluggesellschaft des nordwestafrikanischen Landes von der EU gesperrt. Nun ist sie zurück - mit einem Flug auf die Kanaren.

Frankie Zahra

Boeing B737 von Mauritania Airlines: Ziel Las Palmas.

Seit dem 8. Mai hebt die Boeing B737-700 von Mauritania Airlines International jeden Sonntag vom Flughafen Nouakchott ab, um 1:40 Stunden später in Las Palmas zu landen. Am Dienstag und Mittwoch landet die Maschine auf der Reise in der Küstenstadt Nouadhibou zwischen, bevor sie auf den Kanarischen Inseln absetzt. So kurz der Flug ist, so ungewöhnlich ist die neue Destination für die Fluggesellschaft. Drei Jahre lang waren Anbieter aus dem nordwestafrikanischen Land in der Europäischen Union generell gesperrt. Vergangenen Dezember hob Brüssel die Sperre dann wieder auf und nannte «Verbesserungen der Sicherheit» als Grund. Nach den Kanaren sollen bald auch Flüge nach Frankreich aufgenommen werden, vermuten Branchenexperten.

Dafür tat Mauretanien in den letzten Jahren einiges. Rund fünfzig neue Aufseher wurden ausgebildet. Zudem wurden hunderte von Inspektionen durchgeführt und Sanktionen ausgesprochen. Und die Flughäfen von Nouakchott, Nouadhibou und Zouerate wurden technisch aufgerüstet. Mit Erfolg, wie sich zeigt.

Nur noch eine Airline

Der große Luftfahrt-Boom wird deshalb in Mauretanien nicht ausbrechen. Mauritania Airlines International ist der einzige noch überlebende Anbieter des bitterarmen Landes, in dem 42 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze leben. Mit einer Flotte von drei Boeing B737 bedient die Airline elf Destinationen in elf Ländern. Air Amder, Air Mauretanie, Compagnie Mauritaniènne de Transports und Mauritania Airways gaben zuvor auf.



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