Terminal A des Flughafens Findel: Luxair dominiert.

Luxemburg: Billig unerwünscht

Eine Ministerin erwähnte im Rahmen der Entwicklung des Tourismus im Großherzogtum Billigflieger. Nun ist das Land in Aufruhr.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich sprach Françoise Hetto-Gaasch über die vergangene Tourismus-Saison in Luxemburg. Nach einigen schwierigen Jahren werde 2011 wieder besser ausfallen, meinte die Mittelstands- und Tourismusministerin am Montag (5. Dezember) vor der Presse. Und sie sprach deshalb auch die Zukunft an. Sie habe bereits diverse Vertreter der Branche aufgerufen, Vorschläge für die künftige Entwicklung von Luxemburg als Reiseland vorzubringen. Eine der eingebrachten Maßnahmen sei die Ansiedelung einer Lowcost-Fluggesellschaft am Flughafen Luxemburg-Findel. Seither ist das Großherzogtum in Aufruhr.

Die Aussagen seien falsch interpretiert worden, erklärte die Regierung am darauffolgenden Tag. Die Ansiedlung eines Billigfliegers wie Ryanair oder Easyjet sei weder eine offizielle Position der Regierung noch ein Wunsch der Ministerin, ließ sie die Bürger per Medienmitteilung wissen. Die grüne Partei Déi Gréng platzierte dennoch umgehend einen Vorstoß im Parlament. Die Aussagen der Ministerin seien in mehrfacher Hinsicht erstaunlich, meinte der Abgeordnete Henri Kox. Die Ansiedlung eines Billigfliegers auf Findel wäre das sichere Aus für die nationale Fluggesellschaft Luxair, erklärte er gemäß de Zeitung Tageblatt weiter.

Bedingungen bestimmten

Doch die ganze Aufregung ist wohl sowieso viel Lärm um nichts. Denn selbst der Flughafenchef glaubt nicht, dass sich eine Lowcost-Anbieterin überhaupt für Luxemburg interessiert. Das sei ein «unwahrscheinliches Szenario», so Fernand Brisbois gegegenüber der Gratiszeitung L'Essentiel. Seines Wissens habe sich noch nie ein Billigflieger beim Flughafen gemeldet, um nach Möglichkeiten für eine Basis anzufragen. Findel sei ganz einfach zu klein, so Flughafenchef Brisbois' Erklärung. Zudem wollten solche Airlines immer die Nummer eins am Flughafen sein, um so bei den Bedingungen mitreden zu können.

Mehr zum Thema

Das Terminal am Flughafen Luxemburg: Bald könnte es regelmäßige Passagierflüge nach China geben.

Luxemburg bekommt wieder Langstrecken-Passagierflüge

Vorfeld des Flughafens Luxemburg: Der Airport will wachsen.

Flughafen Luxemburg will Schritt für Schritt wachsen

De Havilland Canada Dash 8 von Luxair: Fliegt wieder ohne Nebenbuhler nach London-City.

Luxair verdrängt British Airways von Paradestrecke

Flughafen Luxemburg: Am Findel wird nicht mehr Luxemburgisch gesprochen.

Flughafen Luxemburg spart Luxemburgisch weg

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies