Lufthansa-Angestellte mit Rollstuhlfahrer: Nicht korrekt auf Beschwerden reagiert.

Umgang mit BehindertenLufthansa zahlt in den USA hohe Strafe

Lufthansa hat Vorschriften zum Umgang mit Beschwerden Behinderter nicht eingehalten. Deshalb muss die Fluglinie gemeinsam mit Air France und British Airways in den USA eine happige Strafe zahlen.

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Die Inspektoren des amerikanischen Verkehrsministeriums waren nicht zufrieden. Bei regelmäßigen Überprüfungen von kundenbezogenen Unterlagen von Air France, British Airways und Lufthansa fanden sie diverse Mängel. In den beanstandeten Fällen seien Beschwerden von behinderten Passagieren nicht korrekt behandelt worden, schreibt das U.S. Department of Transportation in einer Pressemitteilung.

Gemäß US-Vorschriften müssen schriftliche Beschwerden innerhalb von dreißig Tagen schriftlich beantwortet werden. Dabei muss die Fluglinie nicht nur zeitig reagieren, sondern auch den beklagten Umstand anerkennen oder ablehnen sowie eine Korrektur vorschlagen. Allenfalls muss sie dem Kunden auch den möglichen weiteren Rechtsweg darlegen. «Wenn Reisende Airlines eine Beschwerde senden, verdienen sie eine schnelle und vollständige Antwort, die ihre Anliegen korrekt ansprechen», so Verkehrsminister Anthony Foxx.

Lufthansa zahlt innerhalb eines Monats

Das ist wiederholt nicht geschehen. Die Unterlassung hat nun Folgen. Die drei europäischen Fluggesellschaften müssen zusammen eine Strafe von 550.000 Dollar zahlen. Air France und Lufthansa wurde eine Strafe von je 200.000 Dollar aufgebrummt, British Airways muss 150.000 Dollar zahlen.

Lufthansa hat eingewilligt, die Hälfte der Strafe innerhalb eines Monats zu bezahlen. Die anderen 100.000 Dollar zahlt sie, wenn es in den kommenden zwölf Monaten erneut zu Verstößen kommt. Bis zur Publikation des Artikels war Lufthansa nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

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