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Zusatzeinnahmen

Lufthansa liebäugelt mit Schlafcouch

Deutschlands größte Airline prüft neue kostenpflichtige Zusatzleistungen für die Economy Class. Eine Lufthansa-Umfrage zeigt, was Reisende erwarten könnte.

Lufthansa will profitabler werden. Das machte der Luftfahrtkonzern im Juni beim sogenannten Capital Markets Day deutlich. Eine der angekündigten Maßnahmen: Eine Steigerung der Zusatzeinnahmen. Keine zwei Wochen später gab der Konzern schon bekannt, dass Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines Sitzplatzreservierungen auch auf Europa- und Mittelstreckenrouten teurer machen. Doch damit ist es nicht getan.

In einer aktuellen Online-Kundenumfrage will die Fluggesellschaft herausfinden, welche Zusatzleistungen bei den Reisenden gut ankommen würden. So stellt Lufthansa etwa potenzielle Sitzoptionen für die Economy Class vor, wie die Webseite Travel-Dealz berichtet. Im fiktiven Angebot für ein Flug von Frankfurt nach New York im Airbus A380: Acht Zentimeter mehr Sitzabstand für 30 Euro und ein freier Nebensitz für 300 Euro.

Auch Condor prüft Couch

Die größte Option ist eine ganze Sitzreihe als Schlafcouch für 530 Euro. «Entspannen Sie und nutzen Sie eine Reihe von Standardsitzen, die zu einer Couch umgebaut werden können – ideal für Paare und Reisende mit Kindern», heißt es. Das Konzept, aus drei Sitzen ein Sofa zu machen, haben etliche Airlines schon eingeführt, Vorreiter war Air New Zealand. Auch der deutsche Ferienflieger Condor prüft derzeit ein entsprechendes Konzept, nachdem Schwester Thomas Cook Airlines es bereits im Mai eingeführt hat.

Derweil interessiert sich Lufthansa auch bei weiteren potenziellen Zusatzleistungen für die Meinung der Kunden. So steht in der Umfrage für die Economy Class etwa ein Amenity Kit für 20 Euro zu Wahl, Premium Kissen und Decke für 10 Euro, Lounge-Zugang für 35 Euro, Priority Boarding für 8 Euro oder eine Mobile SIM-Karte mit 1 GB Daten für 19 Euro.

«Sehr frühes Teststadium»

Von aeroTELEGRAPH auf die Umfrage angesprochen, teilte ein Lufthansa-Sprecher mit, im Rahmen der Marktforschung führe man regelmäßig Umfragen «zu möglichen Produktportfolio-Alternativen durch, um aktuelle Kundenwünsche und Trends zu erforschen». Diese Alternativen befänden sich meist in einem sehr frühen Teststadium. «Rückschlüsse auf eine etwaige Einführung der abgebildeten/genannten Produkte sind daher derzeit nicht möglich», so der Sprecher.

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