Warteschlangen am Flughafen Frankfurt: Viele Passagiere verpassten ihre Flüge.

Lange Wartezeiten und VerspätungenAdvents-Chaos am Frankfurter Flughafen

Am letzten Adventswochenende mussten Passagiere in Frankfurt teils mehr als eine Stunde bei den Sicherheitskontrollen warten. Tausende verpassten ihren Flug.

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Von wegen besinnliche Weihnachtszeit: Einen Tag vor Heiligabend teilt die Lufthansa noch einmal kräftig aus – in Richtung des Flughafens Frankfurt. Die Fluggesellschaft beschwert sich, dass es am größten deutschen Flughafen am Wochenende vor Weihnachten zu übermäßig langen Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle im Terminal 1 gekommen ist. Bis zu 90 Minuten hätten Fluggäste teils anstehen müssen.

«Am vierten Adventswochenende sind erneut große Qualitätsprobleme am Frankfurter Flughafen deutlich geworden», so Detlef Kayser, ab 1. Januar im Lufthansa-Vorstand verantwortlich für operative Stabilität und Qualität bei den Lufthansa Group Airlines. 3000 Fluggäste hätten aufgrund der viel zu langen Wartezeiten an den Sicherheitskontrollen ihre Abflüge verpasst. «In Spitzenzeiten ist das System offenkundig überlastet.»

16 Stunden Gesamtverspätung

Bei Lufthansa hoben laut der Mitteilung 88 Flüge mit Verspätung ab, weil Gepäckstücke von Passagieren, die ihre Flüge nicht mehr erreichten, wieder ausgeladen werden mussten. Insgesamt hätten sich die dadurch verursachten Verspätungen auf 16 Stunden belaufen. «Im kommenden Jahr müssen diese Probleme in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei und der Fraport dringend gelöst werden», so Kayser weiter.

Man bedauere sehr, dass es zu den Verspätungen kam, so ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport auf Anfrage von aeroTELEGRAPH. Am 22. Dezember habe man einen Spitzentag erlebt und fast 200.000 Passagiere abgefertigt. Normalerweise kommt es zu solch einem hohen Passagieraufkommen nur im Sommer, so der Sprecher. Erschwert worden sei das Ganze dadurch, dass es zu einem Höhepunkt des Passagieraufkommens am Vormittag kam und sich die Passagierzahlen nicht gleichmäßig verteilt hätten. Zudem dauerten die Kontrollen wegen vieler Jacken und Winterkleidung auch länger.

Fraport testet modernere Sicherheitskontrollen

Das stelle auch den Flughafenbetreiber nicht zufrieden. Aber man arbeite auch bereits an verschiedenen Maßnahmen, mit denen man die Problematik in den Griff kriegen will. Am Abflug B werde bereits eine modernere Art der Sicherheitskontrolle getestet, bei der Passagiere auch überholen können.

Im Sommer 2019 soll zudem ein neuer Anbaumit zusätzlichen Kontrollspuren eröffnen. Dort soll auch die Abfertigung der Passagiere anders laufen. In den neuen Kontrollspuren sollen dann drei Passagiere gleichzeitig ihre Habseligkeiten in die Wannen legen können statt wie bisher einer. Bis dahin rät Fraport Passagieren, zu Stoßzeiten drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und nach dem Checkin zügig zur Sicherheitskontrolle zu gehen.

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