Boeing 777 von Swiss: Die Airline will der Schweizer Regierung helfen.

Vorschlag von SwissLufthansa Group könnte künftig alle Boeing-Jets über die Schweiz einführen

Im Handelskonflikt zwischen Bern und Washington bringt Swiss-Chef Jens Fehlinger eine ungewöhnliche Idee ins Spiel: Boeing-Jets für die Lufthansa-Gruppe könnten künftig über die Schweiz importiert werden – im Milliardenwert.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Der Begriff stammt aus dem Eishockey. Buebetrickli nennt man es in der Schweiz, Bauerntrick in Deutschland und Wrap around in Nordamerika. Damit wird ein Spielzug bezeichnet, bei dem ein Spieler versucht, den Puck von hinter dem Tor am Pfosten vorbei ins Tor zu befördern. Längst versteht man darunter aber allgemein auch eine findige Lösung, um ein Ziel zu erreichen, das sonst nicht oder nur schwer zu erreichen wäre.

Und mit so einem Buebetrickli versucht nun Swiss der Schweizer Regierung im Steuerstreit mit den USA zu helfen. Denn die ist gerade ziemlich perplex. Präsident Donald Trump hat Ende Juli angekündigt, dem Land mit 39 Prozent einen der höchsten bisher eingeführten Strafzölle für Exporte in die USA aufzubrummen. Seit dem 7. August ist er in Kraft. Die schweizerische Wirtschaft belastet dies sehr. So hat der Flugzeugbauer Pilatus Aircraft vorerst alle Verkäufe von PC-12 und PC-24 in die USA - seinen wichtigsten Markt - gestoppt.

Es geht um 100 Boeing-Jets und Dutzende Milliarden

In der Eidgenossenschaft sucht man hektisch nach Lösungen, das Problem rasch zu entschärfen. Die Strafzölle berechnet die Regierung der USA mit einer kruden Formel, die auf der Handelsbilanz zwischen zwei Staaten beruht. Und die ist aus amerikanischer Sicht negativ. Um Trump milde zu stimmen, versuchen Schweizer Unternehmen nun, ein besseres Gleichgewicht zu erreichen. Und dabei kommt Lufthansa-Group-Tochter Swiss ins Spiel.

Swiss-Chef Jens Fehlinger weilte vergangene Woche mit Vertretern der Schweizer Wirtschaft und der Regierung in Washington. Dabei soll er einen Vorschlag gemacht haben, wie die Zeitung Tages-Anzeiger berichtet. Lufthansa Group könnte künftig alle Importe von Flugzeugen von Boeing über die Schweiz abwickeln, lautet dieser Vorschlag.

Schweiz als Importland bereits früher ein Thema

Dabei geht es um rund 100 Jets im Gesamtwert nach Listenpreisen von 22 Milliarden Euro, die in den kommenden sieben Jahren ausgeliefert werden sollen. Dadurch würde das Handelsbilanzdefizit der USA mit der Schweiz verkleinert. Und das genau ist Trumps Ziel. Auch wenn es um keine neuen Aufträge geht, könnte er das zumindest seinen Bürgerinnen und Bürgern als Erfolg verkaufen - und dann , so die Schweizer Hoffnung, die Zölle senken.

Der Umweg über die Schweiz wurde bei Lufthansa bereits einmal diskutiert. Als sich der Zollstreit mit der EU anbahnte, erwog der Konzern, Dreamliner über die Schweiz zu importieren. Inzwischen gibt es aber ein Abkommen zwischen der Europäischen Union und den USA, bei dem Flugzeuge von den Zöllen ausgenommen sind.

Mehr zum Thema

ticker-swiss

Airbus A320 Neo «Iseltwald» macht bei Swiss den Starlink-Anfang

Mitarbeiter von Haeco an der Arbeit: Der Airbus A330 von Swiss wird fast wie neu.

650 Aufgaben und Tausende Seiten Pläne: So bekommt der erste Airbus A330 von Swiss seine neue Kabine

swiss umbau a330

Ein Blick auf den Kabinenumbau des ersten Airbus A330 von Swiss

ticker-swiss

Swiss schickt dritten Airbus A350 auf die Kurzstrecke

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier