Flugzeug von ITA Airways: Wird es Teil der Lufthansa-Gruppe?

Konzernchef Carsten SpohrLufthansa glaubt an ITA-Airways-Einigung mit EU noch diese Woche

Es wurde bereits über ein Scheitern der Übernahme von ITA Airways orakelt. Doch Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr gibt sich optimistisch. Er glaubt an eine baldiges Zeichen aus Brüssel.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der 4. Juli ist der offizielle Termin. Bis dann muss die EU-Kommission ihr Urteil zum Einstieg von Lufthansa bei ITA Airways veröffentlichen. Doch Carsten Spohr glaubt, dass es nicht so lange dauern wird. «Ich denke, wir befinden uns in der Woche der Entscheidungsfindung», sagte der Chef von Lufthansa Group am Montag (3. Juni) in Dubai.

Er sei überzeugt, dass die italienische Regierung und die italienischen Wählerinnen und Wähler vor den Europawahlen am kommenden Wochenende eine Antwort aus Brüssel zur Zukunft der Nationalairline erwarten, so Spohr bei der Hauptversammlung der Internationalen Luftverkehrs-Vereinigung Iata. Und so rechnet er damit in den kommenden Tagen.

«Ja, es war komplizierter»

Zuletzt gab es immer wieder Berichte über große Differenzen zwischen den EU-Wettbewerbshütern und Lufthansa Group. Denn Brüssel war lange nicht zufrieden mit den ersten Vorschlägen, die Frankfurt vorlegte, um die Bedenken über eine zu große Marktmacht zu zerstreuen. Die EU-Kommission sah bei Verbindungen zwischen Italien und Mitteleuropa eine Gefahr für zu hohe Konzentration, aber auch bei Flügen zwischen Italien und Nordamerika, Indien sowie Japan. Daneben war die marktbeherrschende Stellung am Flughafen Mailand-Linate ein Grund für Bedenken.

«Ja, es war komplizierter», gibt Spohr in Bezug auf die Verhandlungen mit den Wettbewerbshütern zu. Es habe länger als erwartet gebraucht, «um zu dem zu kommen, was ich für unser gemeinsames Ziel halte», so der Chef der Lufthansa-Gruppe. Es gehe darum, das Flugangebot nach und ab Italien vor allem nach Nordamerika europäisch zu halten. ITA Airways habe alleine gegen die amerikanischen Airlines, die alle rund zehn Mal größer seien, einfach keine Chance, erklärte Spohr. Die Fluglinie brauche deshalb einen Partner.

«Sie werden eine Lösung finden»

Auch wenn es länger gedauert habe und komplizierter gewesen sei, so Spohr, «werden sie eine Lösung finden, die es Italien ermöglicht, eine Zukunft zu haben». Er sei deshalb in Sachen ITA Airways «immer noch optimistisch».

Mehr zum Thema

Airbus A320 von ITA Airways: Was macht nun Lufthansa Group?

EU verlangt jetzt von Lufthansa und ITA Airways konkrete Opfer

Airbus A350 von Lufthansa: Welche Einschnitte bietet der Konzern Brüssel an?

Wie groß die Kompromisse sein könnten, die Lufthansa bei ITA machen muss

Dreamliner von Air Europa: Wo landet die Airline am Ende?

Warum Lufthansa will, dass Air Europa definitiv bei IAG landet

flughafen linz

Flughäfen wie Friedrichshafen, Kassel und Linz sollen leichter Staatshilfen bekommen

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack