Transport von Spirit Aero Systems in Richtung Seattle: Bei den Rümpfen gibt es Herausforderungen.

VerlangsamungLieferprobleme bei 737-Rümpfen machen Boeing Sorgen

Spirit Aero Systems baut für Boeing die Rümpfe der 737. Nun kämpft der Zulieferer mit Lieferproblemen. Das könnte das geplante Hochfahren der Produktion des Bestsellers gefährden.

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Die Nachfrage ist da. Die Herausforderer für die Flugzeugbauer ist es nun nur, genug Mittelstreckenflieger zu bauen, um dieser Nachfrage gerecht zu werden. Beide großen Anbieter kämpfen dabei mit Problemen. Während es bei Airbus ein Triebwerkshersteller ist, der teilweise für Verspätungen sorgt, drohen Boeing Verzögerungen wegen Problemen beim Zulieferer Spirit Aero Systems.

Spirit baut in Wichita im Bundesstaat Kansas unter anderem den Rumpf der Boeing 737 zusammen. Und wie die Seattle Times berichtet, könnten Verzögerungen beim Zulieferer dazu führen, dass die Produktion der 737 nicht so stark hochgefahren kann wie geplant. Spirit hat selbst mit Problemen mit Lieferanten zu kämpfen, wie sie der Zeitung bestätigt. Doch laut internen Dokumenten, die dem Blatt vorliegen, ist das nicht alles.

Fachkräftemangel und Qualitätsprobleme

In einem internen Memo von Spirits Wichita-Chef Vic McMullen heißt es, dass es bei Spirit auch einen akuten Mangel an Fachkräften gebe. Zusätzlich erhalte man bei Spirit von Zulieferern Teile, deren Qualität nicht stimme. Laut dem Schreiben zweifelt Boeing daran, dass Spirit es schaffe, genug Rümpfe zu liefern, um die Produktion Mitte des Jahres wie geplant von 47 auf 52 Flugzeuge pro Monat hochzufahren. Im nächsten Jahr sollen es sogar 57 Flieger sein.

«Wir haben das erste Mal überhaupt dafür gesorgt, dass unser Kunde Probleme mit der Produktion bekommt, weil unsere Rümpfe zu spät sind», so McMullen. «Das setzt ihn sehr unter Druck und führt dazu, dass man an uns zweifelt.» Es würden «viel zu viele Fehler» aus verschiedenen Gründen geschehen, so der Manager weiter. Das müsse sich ändern. Man habe daher eigene Notfallteams zu den Zulieferern gesandt, die dabei helfen sollen, die Probleme zu lösen. Zusätzlich leisten viele Spirit-Mitarbeiter derzeit Überstunden.

Boeing noch zuversichtlich

Boeing zeigt sich – noch – zuversichtlich, dass Spirit die Probleme in den Griff bekommt. «Wir gehen davon aus, dass Spirit unsere Anforderungen erfüllen wird, sodass wir die Produktion wie geplant hochfahren können», so der Flugzeugbauer. Aktuelle Auslieferungen seien von den Problemen nicht betroffen.

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