Das Schlafzimmer im Airbus A340: Viel Luxus.

Gaddafis Privat-Airbus wird normal

Außen war es ein A340 von Afriqiyah. Doch der libysche Diktator verwandelte ihn zu einem luxuriösen Privatjet. Nun wird er wieder umgebaut.

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Ein «Sieben-Sterne-Hotel» nannten libysche Rebellen den Flieger von Muammar Gaddafi. Im vergangenen August hatten sie während des Bürgerkrieges die Maschine von Afriqiyah Airways in ihre Gewalt gebracht. Als sie ins Innere des Jets blickten, entdeckten sie ein richtiges Luxusquartier. Der Diktator hatte sich den Airbus A340 ganz nach seinen Wünschen umbauen und einrichten lassen. Schlafzimmer, große Küche, Sitzungszimmer, Luxussitze, goldene Armaturen. Gaddafi, der sich selbst immer gerne als den armen Beduinensohn präsentierte, fehlte es an nichts.

Der Diktator schlief in einem riesigen und gemütlichen Bett (mit wenig geschmackvoller Bettwäsche....) an dessen Kopfende ein riesiger Spiegel hing. Daneben stand ein riesiges Ledersofa. In seinem Badezimmer gab es neben den exklusiven Materialien sogar einen Whirlpool, wie man in einem Video der Misrata Post (unten angefügt) sehen kann. Von außen aber sah der Jet aus wie jeder andere der libyschen Staatsairline.

Normalisierungskur

Doch nun beschloss die libysche Regierung, den Regierungsjet einer Normalisierungskur zu unterziehen. Sie gab ihn nach Frankreich. Bei der Airbus-Tochter EAS wird der Luxusflieger wieder zur Passagiermaschine gemacht. In Perpignan arbeiten die Ingenieure daran, die Maschine rückzubauen. Ein Problem haben sie mit Gaddafis fliegendem Palast noch: Er ist zu groß für ihren Hangar, berichtet die französische Zeitung L'Indépendent.

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