Ryanair-Tragfläche: Bald auf dem Weg in den Nahen Osten?

Libanon lockt Ryanair & Co.

Der Tourismus im Land leidet unter den Unruhen in Arabien. Nun will die Regierung mit Billigfliegern etwas dagegen tun.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

«Die Gästezahlen werden in diesem Jahr wohl um 10 Prozent sinken», sagt Tourismusminister Fady Abboud. Noch 2010 zählte der Libanon 2,2 Millionen Besucher - ein neuer Rekord. 2011 führte der Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien zu einem Rückgang um 7 Prozent - gemäß offiziellen Zahlen. Lokale Medien berichteten sogar von einem Minus zwischen 20 und 25 Prozent. In diesem Jahr droht ein weiterer Einbruch, seit auch im Land selbst wieder vereinzelt geschossen wird. Viele Reisende waren aus Jordanien oder dem Iran auf dem Landweg eingereist. Diese bleiben nun fern.

Daher will Abboud nun eine «Revolution» starten. Aber ausnahmsweise eine der eher unpolitischen Art, wie er der Zeitung Arabian Business mitteilte. Er will Billigflieger wie Ryanair, Easyjet oder auch Monarch ins Land holen, um Touristen auch aus Europa ins Land zu bringen. Man befinde sich bereits in Gesprächen mit den Anbietern, heißt es. «Ich habe schon einen Plan ausgearbeitet, Billigflieger ins Land zu holen. Auch Hotels sind bereit, Spezialpreise anzubieten», so der Minister. Er wolle nicht das Rad neu erfinden, sondern es lediglich Dubai, Tunesien und Ägypten nachmachen.

Zweifel in der Branche

«Wenn Sie sich die Ticketpreise von Europa in den Libanon ansehen, merken sie, dass sie sehr hoch sind», so Abboud. Wenn man Hin- und Rückflug für insgesamt 300 bis 400 Euro anbieten könnte, könne man den Verlust an Reisenden aus der eigenen Region mindestens ausgleichen, wenn nicht die Gästezahlen sogar steigern. Man könne nicht erwarten, dass Touristen 1000 Euro bezahlten, um ins Land kommen. Abboud will daher nun das Kabinett daher von seinen Plänen überzeugen.

Aus der Branche im Nahen Osten erhält er wenig Unterstützung. «Das wird nicht funktionieren», sagt etwa Marwan Boodai, Chef von Jazeera Airways in Kuwait. Die Billigairlines aus dem Westen würden sich nur auf die Pläne einlassen, wenn sie «riesige Kapazitäten» zur Verfügung hätten, und diese seien momentan woanders besser genutzt, sagt er gegenüber dem Wirtschaftsportal Arabian Supply Chain. Die betreffenden Fluggesellschaften äußerten sich bislang nicht zum Thema. Easyjet fliegt im arabischen Raum bisher neben Tel Aviv nur die jordanische Hauptstadt Amman und Marrakesch in Marroko an. Ryanair fliegt sechs marrokanische Destinationen an, plant aber bald Flüge nach Israel.

Mehr zum Thema

ticker-easyjet

Streiks sorgen in Italien für Probleme im Luftverkehr - vor allem Easyjet betroffen

ticker-easyjet

Easyjet garantiert stabile Preise für Sommerreisen

ticker-easyjet

Easyjet und Rolls-Royce testen Triebwerk mit Wasserstoff

ticker-easyjet

Easyjet startet neun neue Winterstrecken ab Großbritannien

Video

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.
Kurz nach dem Start Richtung München musste ein Airbus A321 Neo der deutschen Fluglinie umkehren. Nach der sicheren Landung in Athen wurde der Jet von Lufthansa evakuiert. Drei Menschen wurden leicht verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Evakuierung des AIrbus A321 Neo von Frontier Airlines: Viele nehmen ihr Gepäck mit.
Nach dem tödlichen Zwischenfall auf der Startbahn in Denver geriet auch die Evakuierung des Airbus A321 Neo in den Fokus. Erneut haben zahlreiche Passagiere trotz Rauchentwicklung ihr Handgepäck mitgenommen. Nun ermitteln die Behörden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
copa airlines muttertag
Wo können Mutter und Kind den Muttertag am besten verbringen? Im Cockpit, war die Antwort der Familie Freitas bei Copa Airlines.
Timo Nowack
Timo Nowack