Ryanair will Israel erobern

Ryanair verknüpft sein Begehren deshalb gleich auch mit einem Kompromissangebot. Drei Jahre lang werde man von Israel aus nur Städte anfliegen, welche El Al nicht bediene. Die angebotene, freiwillige Zurückhaltung ist einschneidend. El Al steuert rund 30 Flughäfen in Europa an, unter ihnen Berlin, Frankfurt, Genf, München, Wien und Zürich.
Warten auf Open-Sky-Abkommen
Die Iren machen mit ihrem Begehren Druck auf das Transportministerium, das Open-Sky-Abkommen mit der Europäischen Union endlich zu unterzeichnen. Grundsätzlich ist der Vertrag zwar bereits seit längerem besiegelt. Doch Transportminister Yisrael Katz verzögert die Inkraftsetzung, weil die nationalen Airlines sich derart dagegen sträuben. Er ließ zuerst einen Bericht über die Folgen des Vertrages ausarbeiten, der in Kürze vorgestellt werden soll. Erst dann kann das Abkommen vom Kabinett verabschiedet werden.
Derzeit existieren diverse bilaterale Vereinbarungen im Bereich Luftfahrt zwischen europäischen Ländern und Israel. Das Open-Sky-Abkommen würde sie durch eines ersetzen. Das würde administrative Abläufe vereinfachen. Neue Flugangebote sind schon jetzt möglich, aber die Bewilligungen müssen für jedes Land einzeln geführt werden. Das ist teuer und zeitaufwendig. So fliegt der Billigflieger Easyjet etwa seit 2009 nach Israel - aber nur ab Basel, Genf, London-Luton und Manchester. So musste er nur zwei Genehmigungen einholen.
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