Boeing-767-Produktion: Erlebt der Flieger ein Comeback im großen Stil?

Modernere TriebwerkeLegt Boeing eine neue 767 auf?

Der US-Flugzeugbauer prüft laut einem Bericht, eine neue Version der 767 zu entwickeln. Zuerst geht es um Frachter, doch auch eine Passagiervariante steht offenbar zur Debatte.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Eigentlich hatte Boeing in Erwägung gezogen, ein ganz neues Flugzeug als Nachfolger für seinen Kurz- und Mittelstreckenklassiker 737 zu entwickeln. Doch Konkurrent Airbus machte Druck mit dem A320 Neo und so entschied sich der US-Hersteller im Jahr 2011, einen schnelleren Weg zu nehmen und die 737 mit neuen Triebwerken zu modifizieren. So entstand die 737 Max. Nun könnte Boeing Ähnliches mit der 767 in Angriff nehmen.

Wie das Fachmagazin Flightglobal berichtet, prüft Boeing, den Großraumflieger 767 mit neuen Triebwerken auszustatten, zuerst in einer Frachtversion, dann womöglich auch als Passagierflieger. Das Projekt soll 767-XF heißen, auf der 767-400ER basieren und mit GEnx-Triebwerken von GE Aviation angetrieben werden. Dieser Triebwerkstyp kommt bereits an Boeing 787 zum Einsatz. Da diese Motoren größer sind als die aktuellen 767-Triebwerke, würden auch Änderungen am Fahrwerk nötig werden.

Setzt Boeing auf 767-X statt NMA?

Boeings Studie, welche die Machbarkeit des Projektes prüft, fokussiert sich dem Bericht zufolge auf den Cargomarkt. Der Flieger würde wohl ein vorderes Frachttor wie die 767-300F erhalten, heißt es. Ein möglicher Start könnte um das Jahr 2025 herum erfolgen.

Informanten deuteten laut Flightglobal allerdings an, dass auch eine Passagiervariante namens 767-X Teil der Untersuchung sein soll. Diese könnte für den Flugzeughersteller eine günstigere Alternative zum sogenannten New Middle of the Market Airplane NMA sein. Boeing hat immer noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob der neue Flieger wirklich gebaut wird, mit dem man Airbus A321 LR und XLR und den Neo-Varianten des A330 begegnen will. Würde der Konzern zugunsten einer 767-X auf das NMA verzichten, könnte er seine Kapazitäten dafür nutzen, einen Nachfolger für die 737 Max zu entwickeln.

Boeing verweist auf hohe Frachter-Nachfrage

Boeing wollte sich nicht direkt zu den Plänen äußern, erklärte aber, man habe im vergangenen Jahr rekordhohe 124 Bestellungen für neue und umgebaute Frachter erhalten. Davon seien 32 Exemplare 767, daher sehe man weiterhin eine sehr gute Nachfrage. Der Hersteller hat zurzeit noch Bestellungen für 60 767-300-Frachter offen sowie für 45 Militärtanker auf Basis der 767. Als Passagierjet wurde der Flieger zuletzt 2014 gebaut.

Im Jahr 2017 hatte es vor dem Hintergrund einer möglichen Großbestellung allerdings schon einmal so ausgesehen, als wolle Boeing die 767 wieder als Passagierflieger produzieren. Doch im März 2018 sagte Boeing-Manager Randy Tinseth dann: «Die 767 in der Passagierversion zurückbringen? Ich glaube nicht daran.» Tinseth verwies auf Fortschritte, die man bei der Entwicklung des NMA mache.

Mehr zum Thema

Fedex beschafft sich sechs weitere Boeing 767

Fedex beschafft sich sechs weitere Boeing 767

Boeing-767-Produktion: Der Flieger wird gut nachgefragt.

Boeing beschleunigt Produktion der 767

Studie Yellowstone Y1: Damals als 737-Nachfolger angedacht.

Beeilt sich Boeing mit einem 737-Nachfolger?

ticker-boeing-1

Erholung bei Verkehrsflugzeugen braucht länger - Boeing startet vorerst kein neues Flugzeugprogramm

Video

wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack
united crj 450 interior
Neun Sitze weniger, dafür eine Business Class und mehr Komfort. United Airlines will bis 2028 rund 50 Regionalflugzeuge vom Typ Bombardier CRJ 200 umrüsten und verpasst ihnen dazu gleich einen neuen Namen: CRJ 450.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies