Schlechte Karten für Star Alliance

Die südamerikanischen Fluglinien Lan und TAM entscheiden 2013, in welcher Allianz sie bleiben. Für Star Alliance sieht es schlecht aus.

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Man habe eine Zeitspanne von zwei Jahren erhalten, um den Auflagen der Wettbewerbsbehörden gerecht zu werden, sagt Ignacio Cueto. Das werde man schaffen. «Ich erwarte, dass wir im Verlauf des ersten Halbjahres 2013 entschieden haben werden», erklärte der Vorstandsvorsitzende von Latam Airlines Group am Freitag (21. September) vor den Medien. Das heißt also, dass das Fusionsprodukt aus der chilenischen Lan und der brasilianischen Tam bis spätestens Ende Juni nächsten Jahres entweder Oneworld oder Star Alliance den Schuh geben wird. In diesen beiden Allianzen sind die Airlines bis jetzt. Sie müssen sich aber für eine entscheiden, wie die chilenischen Kartellwächter befanden.

Star Alliance um Lufthansa hat dabei schlechte Karten. TAM habe bereits um die Genehmigung für den Austritt ersucht, berichtet das brasilianische Tourismusfachportal Panrotas. Doch das Bündnis habe eine hohe Ablösesumme verlangt. Und diese wollte Latam offenbar nicht zahlen. Zudem schreibt das Portal unter Bezugnahme auf Insider, dass Chiles Wettbewerbsbehörden bestimmt hätten, dass Latam nicht in der gleichen Allianz sein dürfe, wie Avianca-Taca. Doch diese Airlinegruppe trat im Juni gerade der Star Alliance bei. Es sieht also so oder so schlecht aus für das Lufthansa-Bündnis und gut für Oneworld um British Airways, zu der Lan heute schon gehört. Falls das Szenario wirklich eintritt, hält Oneworld 28 Prozent des südamerikanischen Marktes, Star Alliance lediglich noch 19 Prozent.

Im Plan mit Synergien

Die Integration von Lan und TAM verlaufe nach Plan, so Cueto. «In beiden Unternehmen wurde gute Arbeit geleistet, um die geplanten Synergien zu erreichen», so der Latam-Chef gemäß der chilenischen Tageszeitung La Tercera. Als Ziel gesetzt sind 400 Millionen Dollar Einsparung. Man sei dabei im Plan.

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