Flieger von Niki: Überlebt die Airline?

Österreich vs. DeutschlandKompetenzgerangel um Niki

Aktuell gibt es zwei gerichtlich eingesetzte Insolvenzverwalter für Niki, beide halten sich für zuständig. Dies gefährde die Rettung der Air-Berlin-Tochter, warnt der deutsche Verwalter Lucas Flöther.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Lucas Flöther ist außer sich. «Die überraschende Entscheidung des Landesgerichts Korneuburg in Österreich hat ohne Not eine verfahrene Situation erzeugt, durch die die Existenz von Niki und die eigentlich schon geretteten Arbeitsplätze in ernste Gefahr geraten sind», so der vorläufige Insolvenzverwalter der Air-Berlin-Tochter. Er reagiert damit auf die Entscheidung der Richter von letztem Freitag, in Österreich ein Insolvenzverfahren für Niki zu eröffnen. Dies hält Flöther für illegal. «Das Landesgericht Korneuburg kann nicht die Entscheidung des Gerichts eines anderen EU-Staates aufheben.»

Übers Wochenende versuchte Flöther deshalb zu retten, was zu retten ist. Er führte Gespräche mit allen Beteiligten und will so den Kaufvertrag mit IAG beziehungsweise deren Tochter Vueling für die Niki-Vermögenswerte durchsetzen. Rund 80 Prozent der Vermögenswerte der Airline befänden sich in Deutschland, so der deutsche Insolvenzverwalter. Es fehlten zudem «Zeit und Geld», um einen neuen Erwerber zu finden.

Doch ein Kompromiss?

Flöther will unbedingt verhindern, dass es einen neuen Verkaufsprozess gibt. «Der vorläufige Gläubigerausschuss im deutschen Verfahren hat die Angebote bereits auf Herz und Nieren geprüft und einstimmig mit IAG demjenigen Bieter den Zuschlag erteilt, der nicht nur finanziell das mit Abstand beste Angebot abgegeben hat, sondern auch die meisten Arbeitsplätze erhalten will – ganz gleich, was einzelne unterlegene Bieter behaupten», argumentiert er. Es sei eine Entscheidung, die auch der Niki-Betriebsrat voll mittrage.

Ein wenig kompromissbereit zeigt sich Flöther aber trotzdem. Wenn sich die österreichische Insolvenzverwalterin «bereit erklärt, den Kaufvertrag mit IAG kurzfristig zum Abschluss zu bringen, werde ich alle erforderlichen Schritte unternehmen, die Übertragung zu vollziehen», sagt er in einer Mitteilung vom Montag (15. Januar).

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
md 11 ups unglueck ntsb
Der tödliche Absturz einer McDonnell Douglas MD-11 von UPS im Jahr 2025 wurde durch ein beschädigtes Teil in der Triebwerksaufhängung ausgelöst. Nun ist klar: Boeing beschäftigte sich schon länger mit solchen Schäden, als bisher bekannt war. Und es gab weitere Fälle. Behörden und Airline wollen die Schwere des Problems nicht erkannt haben.
Timo Nowack
Timo Nowack