Erkenntnis von KLMWarum Plastik an Bord auch Vorteile hat

Auch KLM will die Verwendung von Plastik reduzieren. Doch manchmal kann Plastikfolie auch nachhaltig sein, sagt Manager Boet Kreiken.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Viele Fluggesellschaften wollen Plastik aus ihren Flugzeugen verbannen. Denn der Stoff hat schädliche Wirkungen aufs Klima. «Kohlendioxid, Methan und andere Treibhausgase werden in jeder Phase des Plastik-Lebenszyklus freigesetzt. Das beginnt, wenn die fossilen Rohstoffe gewonnen, raffiniert und in energieintensiven Verfahren verarbeitet werden, und endet, wo Kunststoffabfälle entsorgt oder verbrannt werden», schreibt die Heinrich Böll Stiftung. Zugleich ist Plastik ein Problem, wenn es in die Natur gelangt.

Deshalb hat auch KLM Plastik an vielen Stellen aus den Flugzeugen verbannt, so etwa Kunststofftrinkhalme. Aber: «Unser größter Feind ist das Gewicht», sagt Boet Kreiken im Gespräch mit aeroTELEGRAPH mit Blick auf Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoß. Man habe daher von einem wissenschaftlichen Institut die Gesamtwirkung von allem, was man tue, berechnen lassen. Dabei habe es überraschende Resultate gegeben, so der Manager, der bei der niederländischen Fluglinie für das Kundenerlebnis verantwortlich ist.

Blick auf andere Branchen

«Zum Beispiel wird die Kunststofffolie über dem Essen bei KLM nicht verschwinden», so Kreiken. Einige Leute würden sagen, das sei nicht nachhaltig, das Gegenteil sei aber der Fall. «Das liegt daran, dass Kunststofffolie das leichteste Material ist, das es gibt. Und jedes Gramm ist wichtig, wenn man zwischen 400.000 und 500.000 Flüge pro Jahr durchführt.» Außerdem recycle man den Kunststoff.

Man schaue sich auch ständig in anderen Branchen nach Trends um. «Zum Beispiel hat Ikea nun Stühle ohne Schrauben. Sie nutzen Klick-Systeme.» So etwas sei bedeutsam, da die Metallindustrie bei der Herstellung von Schrauben für große Emissionen sorge.

Zeitungen und Duty-Free-Verkauf überflüssig

Andere Dinge seien an Bord gar nicht mehr nötig. So habe man Zeitungen an Bord zuerst wegen des Gewichts abgeschafft. «Vor ein paar Monaten haben wir dann sogar unsere Zeitungsapp eingestellt, weil sie kaum genutzt wurde.» Auch den Bordverkauf habe man in Europa bereits gestrichen und werde das im Januar auch auf der Langstrecke tun.

«Es ist Komplexität, man findet bessere Waren im Internet, es ist veraltet, ein Konzept aus den 1970er-Jahren.» Darauf angesprochen, dass Lufthansa weiterhin auf Bordverkäufe setzen will, sagt Kreiken: «Ich denke, dass Lufthansa wohl in zwei Jahren auch damit aufhört.»

Mehr zum Thema

KLM will mit Zug von London nach Amsterdam

Crown Lounge von KLM in Amsterdam-Schiphol: Insgesamt gibt es fünf verschiedene Bereiche. Hier zu sehen ist der Bereich Dutch Mountain.

Das ist die fertige Crown Lounge von KLM

SAS spart 51 Tonnen Plastik ein

SAS spart 51 Tonnen Plastik ein

ticker-klm

Air France und KLM werten Basic-Tarife im Vielfliegerprogramm wieder auf

Video

wizz air airbus a321 neo madeira
Es kommt zwar immer wieder vor, dass Flugzeuge aufgrund starker Winde nicht direkt auf Madeira landen können. Die Passagiere eines Wizz-Air-Fluges aus Wien erlebten nun aber eine besondere Warteschleifen-Odyssee.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a321 lr etihad airways dus
Der Krieg im Nahen Osten sorgt für massive Einschränkungen im Luftverkehr. Auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich sitzen daher Flugzeuge von Golfairlines fest. Welche Jets von Emirates, Qatar Airways und Co. an welchen Flughäfen stehen.
Timo Nowack
Timo Nowack
Alarm für Einwohnerinnen und Einwohner: Flughafen Dubai International.
Nach iranischen Angriffen haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum teilweise geschlossen und den Flugverkehr gestoppt. Auch der Flughafen Dubai, an dem rund 20.00 Reisende festsitzen, wurde getroffen. Am Airport Abu Dhabi kam sogar ein Mensch ums Leben.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Timo Nowack
Timo Nowack