Erkenntnis von KLMWarum Plastik an Bord auch Vorteile hat

Auch KLM will die Verwendung von Plastik reduzieren. Doch manchmal kann Plastikfolie auch nachhaltig sein, sagt Manager Boet Kreiken.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Viele Fluggesellschaften wollen Plastik aus ihren Flugzeugen verbannen. Denn der Stoff hat schädliche Wirkungen aufs Klima. «Kohlendioxid, Methan und andere Treibhausgase werden in jeder Phase des Plastik-Lebenszyklus freigesetzt. Das beginnt, wenn die fossilen Rohstoffe gewonnen, raffiniert und in energieintensiven Verfahren verarbeitet werden, und endet, wo Kunststoffabfälle entsorgt oder verbrannt werden», schreibt die Heinrich Böll Stiftung. Zugleich ist Plastik ein Problem, wenn es in die Natur gelangt.

Deshalb hat auch KLM Plastik an vielen Stellen aus den Flugzeugen verbannt, so etwa Kunststofftrinkhalme. Aber: «Unser größter Feind ist das Gewicht», sagt Boet Kreiken im Gespräch mit aeroTELEGRAPH mit Blick auf Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoß. Man habe daher von einem wissenschaftlichen Institut die Gesamtwirkung von allem, was man tue, berechnen lassen. Dabei habe es überraschende Resultate gegeben, so der Manager, der bei der niederländischen Fluglinie für das Kundenerlebnis verantwortlich ist.

Blick auf andere Branchen

«Zum Beispiel wird die Kunststofffolie über dem Essen bei KLM nicht verschwinden», so Kreiken. Einige Leute würden sagen, das sei nicht nachhaltig, das Gegenteil sei aber der Fall. «Das liegt daran, dass Kunststofffolie das leichteste Material ist, das es gibt. Und jedes Gramm ist wichtig, wenn man zwischen 400.000 und 500.000 Flüge pro Jahr durchführt.» Außerdem recycle man den Kunststoff.

Man schaue sich auch ständig in anderen Branchen nach Trends um. «Zum Beispiel hat Ikea nun Stühle ohne Schrauben. Sie nutzen Klick-Systeme.» So etwas sei bedeutsam, da die Metallindustrie bei der Herstellung von Schrauben für große Emissionen sorge.

Zeitungen und Duty-Free-Verkauf überflüssig

Andere Dinge seien an Bord gar nicht mehr nötig. So habe man Zeitungen an Bord zuerst wegen des Gewichts abgeschafft. «Vor ein paar Monaten haben wir dann sogar unsere Zeitungsapp eingestellt, weil sie kaum genutzt wurde.» Auch den Bordverkauf habe man in Europa bereits gestrichen und werde das im Januar auch auf der Langstrecke tun.

«Es ist Komplexität, man findet bessere Waren im Internet, es ist veraltet, ein Konzept aus den 1970er-Jahren.» Darauf angesprochen, dass Lufthansa weiterhin auf Bordverkäufe setzen will, sagt Kreiken: «Ich denke, dass Lufthansa wohl in zwei Jahren auch damit aufhört.»

Mehr zum Thema

KLM will mit Zug von London nach Amsterdam

Crown Lounge von KLM in Amsterdam-Schiphol: Insgesamt gibt es fünf verschiedene Bereiche. Hier zu sehen ist der Bereich Dutch Mountain.

Das ist die fertige Crown Lounge von KLM

SAS spart 51 Tonnen Plastik ein

SAS spart 51 Tonnen Plastik ein

ticker-klm

Angriff auf Venezuela: KLM und Tuifly annullieren Flüge in die Karibik

Video

amsterdam schiphol schneemann
Der Schnee sorgt für Chaos und Hunderte Flugausfälle am größten Flughafen der Niederlande. Trotz der harten Bedingungen hat das Bodenpersonal in Amsterdam offenbar Spaß bei der Arbeit.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die Boeing 757 des Justizministeriums der USA nach der Landung in New York: Diktator an Bord.
Nach dem nächtlichen Zugriff der U.S. Army in Caracas endet der Weg des venezolanischen Machthabers vor einem Gericht in New York – an Bord einer 36 Jahre alten Boeing 757 des Justizministeriums der USA.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Die verunglückte ATR 72 von Buddha Air: Überschoss die Landebahn in Bhadrapur.
Bei der Landung in Bhadrapur konnte eine ATR 72 von Buddha Air nicht rechtzeitig abbremsen. Sie schoss 300 Meter über die Piste hinaus. Sieben Menschen wurden dabei verletzt.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin