KurzstreckeKLM will mit Zug von London nach Amsterdam

Amsterdam - Brüssel ist nur der Anfang. KLM hat bereits viel größere Pläne zum Ersatz des Flugzeugs auf Kurzstrecken.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ende März 2020 ersetzt KLM einen der fünf täglichen Flüge zwischen Amsterdam und Brüssel durch den Hochgeschwindigkeitszug Thalys. Dabei soll das Reiseerlebnis im Zug dem an Bord von KLM-Jets möglichst nahe kommen, erklärte die niederländische Fluglinie bei der Vorstellung der Pläne. Das Ganze umzusetzen, ist aber alles andere als einfach, erklärt Boet Kreiken im Gespräch mit aeroTELEGRAPH.

Der Manager ist bei KLM für den Bereich Kundenerlebnis zuständig - und damit auch für die konkrete Umsetzung der Zugspläne. Die größte Herausforderung sei das Vorgehen für den Fall, dass etwa schief laufe, erklärt Kreiken. «Wenn der Zug zum Beispiel Verspätung hat. Was ist der nächste Schritt? Wie lösen wir das zusammen mit der Bahnfirma?»

Und die Sicherheit?

Das sei sehr komplex, da man mit völlig unterschiedlichen Systemen arbeite, so Kreiken. «Oder der Zug ist voll, aber dein Sitz ist nicht okay. Und du hast ein KLM-Ticket gebucht und reklamierst bei KLM.» Man müsse Verfahren entwickeln, um mit so etwas umzugehen.

Auch die Einrichtung spezieller Gepäckabfertigungsschalter sei nicht einfach. «Daran arbeiten wir zurzeit», so KLM-Mann Kreiken. «Schwierig dabei ist, dass jedermann zu jedem Bahnsteig gehen kann, weil das öffentlicher Raum ist.» Im Flughafen gebe es Sicherheitsbereiche, in denen das Gepäck bewegt werde. «Daher müssen wir etwas sehr Sicheres entwickeln.»

Am liebsten einen blauen Zug

Auch der Auftritt der Züge wird noch genau geplant. Am liebsten hätte KLM einen blauen Zug, gesteht Kreiken. «Wir haben sogar schon Bilder, wie wir uns das vorstellen.» Sollte das Projekt ein großer Erfolg werden, könnte es ein solches Design geben.

Aber selbst dabei sei Vorsicht geboten. «Wenn zum Beispiel ein Zug getauscht wird und die Marke nicht mehr da ist, sind die Leute enttäuscht. Wenn man das Versprechen überzieht und nicht einhalten kann, ist das schwierig.»

Düsseldorf, Köln, vielleicht Hamburg - und London

Die Zugverbindung zwischen Amsterdam und Brüssel sei ein großer Test für KLM, sagt der Manager. «Denn ich denke, langfristig werden kurze Distanzen mit Zügen gefahren. Nach Düsseldorf, nach Köln, vielleicht nach Hamburg, obwohl das schon recht weit ist.»

Zudem habe man Pläne für die britische Hauptstadt. «Wir werden ein Produkt entwickeln, um nach London zu fliegen und zurück den Zug zu nehmen», kündigt Kreiken an. Generell brauche es in Europa aber noch große Investitionen in Infrastruktur für Hochgeschwindigkeitszüge, so Kreiken.

Niederlande sind schwierig

Dabei dürfe man auch nicht vergessen: «Holland ist im Wesentlichen Sand und Matsch.» Für schnelle Züge mit Geschwindigkeiten über 300 Kilometern pro Stunde sei das vor allem in den Kurven eine Herausforderung. Das zeige sich bereits bei der Verbindung Amsterdam - Brüssel: «Erst nach Breda kann man richtig Gas geben.»

Mehr zum Thema

Rot statt blau: KLM-Passagiere zwischen Brüssel und Amsterdam fahren bald vermehrt in Thalys-Zügen.

KLM ersetzt einen Flug mit dem Zug

KLM will Düsseldorf-Flüge mit dem Zug ersetzen

KLM will Düsseldorf-Flüge mit dem Zug ersetzen

Uhr gefällig? Bald nicht mehr in Fliegern von KLM.

KLM stoppt Duty-Free-Verkauf an Bord

Flughafen Istanbul: Neuer Spitzenreiter.

Istanbul löst London-Heathrow als weltweit am besten vernetztes Luftfahrt-Drehkreuz ab

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier