MD-11 von KLM: Bald Geschichte.

KLM schickt MD-11 in Rente

Die niederländische Fluggesellschaft mustert die alten Jets von McDonnell Douglas aus. Als letzter Anbieter überhaupt.

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Wer noch einmal mit einer MD-11 fliegen möchte, hat dafür nicht mehr viel Zeit. «Wir erwarten, dass der letzte Jet die Flotte bis Ende 2014 verlassen hat», sagte ein Sprecher von KLM gegenüber der Zeitung Seattle Post Intelligencer. Der Schritt ist Teil des Flottenerneuerungs-Programms der Niederländer. Die Fluggesellschaft will die McDonnell-Douglas-Flieger, die seit 2001 nicht mehr produziert werden, durch neue und effizientere Maschinen ersetzen. Die älteste der neun MD-11 in der Flotte wurde 1993 gebaut, die jüngste 1995. KLM setzt die Jets auf zahlreichen internationalen Strecken ein, unter anderem in die USA, nach Indien oder Südamerika. Langfristig will die Fluglinie auf diesen Routen dann Boeings B787-9 einsetzen, vorerst aber übernehmen B777 und Airbus A330 die Aufgabe.

Das Ende der MD-11 bei KLM ist ein spezielles. Denn die Fluggesellschaft ist die letzte Airline überhaupt, welche die MD-11 noch im regulären Passagierdienst einsetzt. Nur im Frachtgeschäft einiger Anbieter fliegt der dreistrahlige Langstreckenjet dann noch weiter.

DC-10-Nachfolger

Die MD-11 ging 1988 als Nachfolgerin für die McDonnell Douglas DC-10 in Produktion. Aerodynamik, Antrieb, die Technik im Cockpit, das Design - alles, so schreibt es der Flugzeugbauer Boeing auf seiner Homepage, sei wesentlich moderner und effizienter als beim Vorgängermodell. Der Gebrauch von mehr Verbundwerkstoffen als zuvor machte den Flieger leichter, Winglets an den Tragflächenenden sparsamer. Die Reichweite des Fliegers beträgt 12'270 Kilometer.

Doch ein wirklicher Vorzeigeflieger war die MD-11 nie. 200 Jets wurden im Werk von Long Beach gebaut, acht von ihnen wurden bei Zwischenfällen zerstört. Die Rate von 2,95 Totalverlusten je einer Million Flüge ist deutlich höher als der Durchschnitt, der bei 1,0 liegt. Der Unfall, der in Europa wohl den meisten in Erinnerung bleibt, ereignete sich 1998 auf einem Flug SR111 der Swissair. Die MD-11 mit der Immatrikulation HB-IWF auf dem Weg von New York nach Genf stürzte bei Halifax in den Atlantik. Alle 229 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Ursache für den tragischen Absturz war ein Feuer an Bord, ausgelöst durch die gebrochene Isolierung eines Kabels.

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Der Absturz von American-Airlines-Flug AA191 im Jahr 1979 war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 der schwerste Luftfahrtunfall in den USA. Alle 271 Insassen der <strong>McDonnell Douglas DC-10</strong> kamen ums Leben, als der Jet kurz nach dem Start verunglückte. Die Federal Aviation Administration entzog der DC-10 daraufhin für etwa einen Monat die Lizenz. Wie sich schliesslich herausstellte, war aber falsche Wartung die Ursache für den Absturz.

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