VenezuelaPassagiere nehmen bei chaotischer Evakuierung große Koffer mit

So sollte eine Evakuierung nicht laufen. Beim Verlassen einer McDonnell Douglas MD-82 von Laser Airlines in Caracas nahmen die Reisenden große Gepäckstücke mit. Das führte zu Chaos.

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Flug QL943 sollte die Passagiere am Sonntag (28. April) von Caracas nach Santo Domingo bringen. Doch die McDonnell Douglas MD-82 von Laser Airlines schaffte es nicht bis in die Dominikanische Republik. Bereits am Gate des Flughafens der venezolanischen Hauptstadt gab es ein Problem. Plötzlich bemerkten Reisende Rauch vom Flugzeug mit dem Kennzeichen YV2923 aufsteigen.

Offenbar hatte es Probleme mit dem Hilfstriebwerk gegeben. Die Besatzung ordnete daraufhin eine Evakuierung an. Doch die lief nicht so ab, wie sie sollte. Ein Video zeigt, wie Fluggäste mit großen Gepäckstücken die Notrutschen heruntergleiten. Unter anderem ist zu sehen, wie ein Mann mit einem großen Koffer von der Rutsche aufspringt und danach wegen eines zu großen Tempos hinfällt. Einige Medienberichte sprechen von mehreren leicht Verletzten.

Gepäck ist ein hoher Risikofaktor

Die Sicherheitsanweisungen lauten anders: Im Notfall muss man seine persönlichen Sachen zurücklassen. Das Öffnen von Gepäckfächern und das Hervorkramen von Gepäck unter dem Sitz kann wertvolle Sekunden kosten. Und die entscheiden manchmal über Leben und Tod. Ein Passagierflugzeug muss in 90 Sekunden geleert sein, so die Vorschriften. Sie basieren darauf, dass es danach sehr gefährlich werden kann.

Dieses Verhalten kann auch aus anderen Gründen ein Risiko. Ob nun eine Tasche hängenbleibt und so Knochen bricht, ob ein schweres Gepäckstück aus dem Fach fällt und jemanden bewegungsunfähig macht oder ob Wodkaflaschen zerbrechen und sich die entflammbare Flüssigkeit auf dem Boden verteilt – all das kann Todesopfer zur Folge haben.

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