Flieger von Kingfisher: Sowohl nationale als auch internationale Routen waren von den Streichungen betroffen.

Kingfisher: Sorge um Finanzlage

Die indische Airline hat massive Geldprobleme. Das führt nun offenbar dazu, dass sie reihenweise Flüge streicht.

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Kingfisher gerät ins Straucheln. Dass die Fluggesellschaft Geldprobleme hat, war schon länger bekannt. Auch, dass sie bereit ist, einiges dafür zu tun, wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen. Zuletzt kündigte das Management an, sich vom Low-Cost-Segment zu verabschieden (aeroTELEGRAPH berichtete). Aber dennoch scheint die Lage immer noch ernst zu sein. Mindestens 34 Flüge strich Kingfisher am Diensteg (8. November), berichtet die Times of India.

Das dürfte nicht das Ende der Absagen sein. Schon Sonntag und Montag hatte man bereits Dutzende Flüge gestrichen und das dürfte auch in den nächsten Wochen geschehen. Betroffen sind sowohl gut nachgefragte als auch wenig belegte Strecken. Unter anderem die Ziele Jaipur, Bangalore, Amritsar, Mumbai, Chennai und Hyderabad sind davon betroffen. Aber auch internationale Flüge, etwa nach Bangkok, sind dabei.

Spekulationen über Gründe

Bei Kingfisher hieß es zunächst, der Grund sei, dass man die Flugzeuge umbaue. Um von der Low-Cost-Schiene herunterzukommen wolle man nun laut dem Zeitungsbericht in jeden Flieger Business-Class-Sitze installieren. Doch es gibt auch Stimmen, die hinter den gestrichenen Flügen ein größeres Problem sehen. Das Personal läuft der Airline davon. Gemäß der Wirtschaftszeitung Firstpost haben viele Angestellte von Kingfisher inzwischen den Glauben daran verloren, dass die Airline sich noch einmal aufrappelt und auf den Schulden sitzen bleibt. Ende März betrugen diese etwa eine Milliarde Euro. Außerdem spekuliert man über nicht bezahlte Treibstoffrechnungen. Schon im Oktober hatte die Ölfirma Hindustan Petroleum das Betanken der Flieger von Kingfisher teilweise gestoppt, da die Fluggesellschaft den Treibstoff nicht bezahlen konnte.

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