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Privatisierung

Kein attraktives Angebot für Malaysia Airlines

Die Regierung ist nicht zufrieden. Alle Angebote für Malaysia Airlines seien unattraktiv. Deshalb schaut man sich in Kuala Lumpur nun andere Optionen an.

Malaysia Airlines

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Am Hauptsitz von Malaysia Airlines wird ganz normal gearbeitet. Mit Japan Airlines hat die Nationalairline des 32-Millionen-Staates in Südostasien einen Vertrag für ein Joint Venture geschlossen. Dieser Tage bekam sie dafür die behördlichen Bewilligungen. Die Airlines wollen ab 2020 die Flüge zwischen den beiden Staaten koordinieren und so mehr Reisende anziehen.

Zugleich hat Malaysia Airlines Codeshare-Flüge mit Turkish Airlines begonnen, um die Nachfrage ebenfalls anzukurbeln. Doch neben diesen operativen Fragen gibt es auch eine ganz zentrale strategische Frage, die demnächst beantwortet werden muss: Mit welchem Mehrheitseigentümer geht Malaysia Airlines in die Zukunft?

«Andere Optionen anschauen»

Khazanah Nasional , der Staatsfonds von Malaysia, schrieb im August 20 potenzielle Investoren an. Er bat ihnen eine große Beteiligung an Malaysia Airlines an. Aus den eingegangenen Angeboten wählte er im Oktober die vielversprechendsten aus. Vier Interessenten blieben im Rennen.

Doch die vier Vorschläge zur Privatisierung sind der Regierung in Kuala Lumpur nicht gut genug. Wirtschaftsminister Mohamed Azmin Ali erklärte vergangene Woche im Parlament, kein Angebot sei attraktiv genug. Der Staatsfonds Khazanah Nasional müsse nun über die Bücher. «Wir müssen jetzt andere Optionen anschauen, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen können», so der Politiker.

Auch Fluggesellschaften interessiert

Inzwischen seien zudem weitere Angebote von nationalen und internationalen Interessenten eingetroffen, so Ali gemäß der Zeitung New Straits Times. Darunter seien auch Fluggesellschaften. Es gebe aber noch «viel Arbeit» zu erledigen.

Acht Jahre in Folge schreibt Malaysia Airlines schon rote Zahlen. Nachdem Sparmaßnahmen nach dem Verschwinden von Flug MH370 und dem Abschuss von MH17 im Jahr 2016 eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse brachten, stieg der Verlust 2017 überraschend wieder stark an. 2018 wurde das Minus wieder etwas kleiner, doch die roten Zahlen bleiben.



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