Die brennende Boeing 777: Dichte, schwarze Wolken.

British Airways in Las VegasBrand wegen «katastrophalem Triebwerksversagen»

Eine Boeing 777 von British Airways musste in Las Vegas den Start abbrechen, weil ein Triebwerk versagte. Der anschließende Brand war außergewöhnlich stark. Nun untersuchen die Behörden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Was führte zum Zwischenfall? Das wird Boeing, British Airways und wohl die gesamte Luftfahrtbranche interessieren. Denn er ist in seiner Heftigkeit außergewöhnlich. Die Crew von Flug BA2276 hatte am Dienstag (8. September) gerade den Startvorgang in Las Vegas begonnen. Die Boeing 777-200 hätte die 159 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder nach London Gatwick bringen sollen. Doch mitten in der Beschleunigungsphase meldete der Pilot den Fluglotsen: «Speedbird 2276 heavy stopping». Er leitete also eine Vollbremsung ein. Dabei steht Speedbird für British Airways, 2276 für die Flugnummer.

Ein Fehler im linken Triebwerk der 777 hatte die Cockpitbesatzung von British Airways zum Stopp veranlasst. «Speedbird Mayday Mayday. Speedbird 2276 request fire services», funkte einer der beiden Piloten wenig später und deklarierte so einen Notfall. Er forderte die Feuerwehr an. Denn der Motor brannte nun. Der Flieger kam zum Stillstand. Die Situation verschlimmerte sich danach aber offenbar. «Speedbird 2276 heavy, we are evacuating on the runway. We have a fire, repeat, we are evacuating», funkte das Cockpit. Die Piloten hatten sich zur Evakuierung auf der Piste entschlossen, da das Feuer heftiger geworden war.

Dunkler, dicker Rauch steigt von Boeing 777 auf

Die Crew von British Airways öffnete die Türen. Die Passagiere verliessen daraufhin das Flugzeug über die Notrutschen. Dabei verletzten sich 14 Menschen leicht, zwei wurden ins Krankenhaus gebracht. Im Terminal gratulierten die Passagiere dem Piloten. Er sprach gemäß der britischen Zeitung The Guardian von einem «katastrophalen Triebwerksversagen». Im Hintergrund stieg dunkler, dicker Rauch von der Boeing 777 auf. Der Brand konnte aber nach einigen Minuten von der Feuerwehr des McCarran International Airport gelöscht werden.

— Paul Berberian (@pberberian) 8. September 2015

Normalerweise ist ein Triebwerksbrand harmlos. Die Motoren sind so konstruiert, dass ein Feuer von den Piloten durch Knopfdruck gelöscht werden kann. Auch ein Ausfall eines Triebwerks während des Fluges ist keine Katastrophe. Der Pilot muss dann zum nächsten Flughafen fliegen und landen. Das können heutige Jets problemlos. Auch üben die Piloten den Verlust eines Motors während des Starts immer und immer wieder. Sie wissen daher genau, bis wo sie noch abbremsen dürfen und ab wo sie starten, dann umkehren und wieder landen müssen.

Triebwerksausfälle und -brände sind kontrollierbar

Bei diesem Zwischenfall ist aber die Heftigkeit des Brandes ungewöhnlich. Vermutlich handelt es sich um einen sogenanntem uncontained engine failure, bei dem Teile des Triebwerks abgesprengt werden und dann das Triebwerk selbst und sogar das Flugzeug beschädigen können. Die amerikanische Behörde FAA leitete denn auch eine Untersuchung ein.

Mehr zum Thema

Abfallendes Rad: Das Flugzeug flog ohne Probleme bis ans Ziel in London.

Airbus A350 von British Airways verliert beim Start in Las Vegas ein Rad

Embraer E190 von British Airways: Reisende mussten am 4. Januar acht Stunden in Amsterdam in dem Flugzeug ausharren.

Reisende müssen acht Stunden in einer Embraer E190 ausharren - am Boden

ticker-british-airways

British Airways erweitert Sommerangebot um drei Ziele

Zwei Airbus-Maschine von British Airways in Heathrow: Die Regierung hat sich für den Entwurf mit einer 3500 Meter langen Piste entschieden.

Der Flughafen London-Heathrow bekommt die längere dritte Piste - inklusive Autobahn-Verlegung

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies