Flieger von Jet Blue in Boston: Die Airline stellt im Norden der USA den Betrieb vorübergehend ein.

Nichts geht mehr bei Jet Blue

Seit Tagen haben Winterstürme die USA im Griff. Auch der Luftverkehr wird dadurch massiv behindert. Jet Blue stellt nun gleich alle Flüge in New York und Boston ein.

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Der technische Fachbegriff ist Polarwirbel. Dieses arktische Tiefdruckgebiet befindet sich üblicherweise ganz oben auf der Nordhalbkugel. Doch statt über Arktis wird es dieses Jahr so tief südwärts gedrückt, wie kaum je. Das bringt für große Teile Kanadas und der USA eisige Winde und rekordtiefe Temperaturen. So kalt war es seit Jahrzehnten nicht mehr.

Darunter leidet der Flugverkehr. Am Sonntag wurden insgesamt 3500 Flüge in und nach den USA gestrichen, mehr als 10'000 hatten Verspätung. Am Montag ließen die Fluggesellschaften nochmals 3900 US-Flüge ausfallen, 6600 waren verspätet. Und je länger das Wetter dauert, desto chaotischer wird es. Denn an den Flughäfen sammeln sich immer mehr gestrandete Passagiere an, die irgendwann einmal weggeflogen werden müssen.

17 Stunden Erholung für Mensch und Maschine

Besonders weit geht nun Jet Blue. Die Airline begann am Montagnachmittag (6. Januar) den Betrieb im besonders betroffenen Nordosten herunterzufahren. Vom Montagabend 17 Uhr Lokalzeit bis zum Dienstagmorgen 10 Uhr Lokalzeit wird die Fluglinie keine Flüge mehr nach New York (JFK, La Guardia und Newark) und Boston durchführen. «Das erlaubt unseren Crews und unseren Flugzeugen eine Erholungszeit von 17 Stunden und es gibt uns Zeit, die Flieger zu warten» erklärte das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Jet Blue ist vom harschen Wetter besonders betroffen, weil die Airline schwerpunktmässig im Nordosten der USA aktiv ist.

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