Airbus A220 von Air Baltic: Viel in Zürich zu sehen.

Wet-Lease im SommerJeden dritten Flug in Europa führt Swiss nicht selbst durch

Triebwerksprobleme und hohe Nachfrage zwingen die Lufthansa-Tochter dazu, im Sommer stark auf Wet-Lease-Airlines zu setzen. Doch die kämpfen wie Swiss mit Problemen.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Die Probleme mit den Triebwerken von Pratt & Whitney treffen auch Swiss. Die Lufthansa-Tochter muss deswegen drei, bald aber acht A320 Neo und A321 Neo am Boden lassen. Das sind fast zehn Prozent aller Flugzeuge.

Das könnte große Auswirkungen auf den Flugplan haben, hätte Swiss nicht die Möglichkeit, auf externe Hilfe zurückzugreifen, so Kommerzchefin Heike Birlenbach am Donnerstag (7. März) bei einer Pressekonferenz. «Ohne die Wet-Lease-Partner müssten wir auf den Interkontinentalstrecken die Kapazität um 15 Prozent reduzieren, weil Zubringer fehlen.» 

Helvetic mit größten Anteil

Daher wird Swiss weiter Flugzeuge und Crews anderer Airlines brauchen. Insgesamt gibt es davon drei. 34 Prozent der Europaflüge von Swiss werden im Sommerflugplan, der am 31. März beginnt, von anderen Fluglinien ausgeführt. Den größten Anteil daran hat Helvetic Airways. Die Schweizer Fluggesellschaft wird 20 Prozent der Swiss-Flüge übernehmen. Zwölf Prozent entfallen auf Air Baltic und zwei auf die Schwesterairline Edelweiss. 

Helvetic wird mit 14 Flugzeugen für Swiss im Einsatz sein, Air Baltic mit acht und Edelweiss mit einem. Das Ziel sei natürlich, die Wet-Lease-Quote zu reduzieren, so Birlenbach. «Aber wir werden auf Sicht planen.» Bei ungefähr 20 Prozent dürfte sich die Quote aber dennoch einpendeln. Denn: Die Airline möchte das Wet-Leasing auch nutzen, um die stärkere Saisonalität auszugleichen, welche man in der Luftfahrt spürt. 

Auch Helvetic und Air Baltic haben zu kämpfen

Paradox an der Situation: Auch Helvetic und Air Baltic haben wegen der Probleme mit Pratt & Whitney zu kämpfen. So musste Helvetic aus diesem Grund etwa erst gerade selbst vier Embraer E195-E1 hinzu leasen. Die 13-jährigen Flugzeuge werden voraussichtlich Anfang des zweiten Quartals zur Flotte stoßen. Hintergrund sind die Herausforderungen, die sich aus den Problemen mit den Triebwerken ergeben, hieß es.

Auch Air Baltic wird 2024 darauf angewiesen sein, Flugzeuge anderer Anbieter im Wet-Lease zu mieten, um den eigenen Flugplan aufrechtzuerhalten. Für Swiss sind Airbus A220 im Einsatz.

Mehr zum Thema

Swiss vermeldet Rekordgewinn

Swiss vermeldet Rekordgewinn

Airbus A220 von Swiss: Es kam zu zwei Zwischenfällen, bei denen ein Triebwerk ausfiel.

A220 und E2-Jets müssen zur Triebwerksinspektion

Helvetic Airways: Die Airline braucht mehr Flugzeuge.

Helvetic Airways flottet vier zusätzliche Embraer E195-E1 ein

ticker-lufthansa

Spontaner Streik legt Betrieb am Flughafen Tel Aviv lahm - Flüge von Swiss und Lufthansa müssen umdrehen

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin