Letzte Aktualisierung: um 16:13 Uhr
Partner von  

Versehen: Raketenalarm nach Beben

Ein Erdbeben in Japan löste versehentlich einen Alarm an Dutzenden Flughäfen aus. Die Airports wurden vor nordkoreanischen Raketen gewarnt.

Mass Ave 975/Wikimedia/CC

Flughafen Kobe: versehentlich alarmiert

Mauern bekamen Risse, Ziegel fielen von den Dächern und Dinge fielen aus Regalen: 23 Verletzte gab es vergangenes Wochenende nach einem Erdbeben der Stärke 6,3 nahe der japanischen Großstadt Kobe. Doch das ist nichts gegen die Ängste, die kurz danach an 87 Flughäfen des Landes geherrscht haben dürfte. Die nationale Luftfahrtbehörde wollte eigentlich herausfinden, welche Flughäfen wie stark von dem Beben betroffen waren. Doch aus Versehen verschickte sie eine ganz andere Email, welche die Airports über einen Raketenabschuss in Nordkorea informierte.

Die vorgefertigte Email erreichte die Flughäfen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg um 5:33 Uhr morgens. Schon um 5:39 Uhr zog sie die Warnung wieder zurück. Doch die Nerven lagen bereits ziemlich blank. Nur die frühe Uhrzeit rettete Japan vor einem Chaos. An jenem Morgen war erst ein Flug unterwegs und um rund vier Minuten verspätet.

Angespannte Situation

Nach immer mehr Drohungen von Diktator Kim Jong Un ist die Situation in Asien angespannt. Die Ängste vor einem Militärschlag durch Pjöngjang wachsen. Damit ein solcher Fehler nicht mehr passiert, müssen in Zukunft alle Eilmeldungen der Behörde von zwei offiziellen Vertretern gegengelesen werden, bevor sie an die Flughäfen gehen.



Die Redaktion behält sich das Recht vor, Kommentare zu moderieren und zu kürzen. Kritische Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen oder Kommentare mit rassistischem, sexistischem, themenfremdem, rein politischem, beleidigendem oder rein polemischem Inhalt hingegen werden entfernt. Es besteht kein Recht auf Veröffentlichung. Über die Entscheide der Moderatoren wird keine Korrespondenz geführt.