James Hogan: Etihad kommt nicht mit dem Airbus A380 in die Schweiz.

Konzernchef James HoganEtihad hält Air Berlin für Glücksfall

Die Investition in die deutsche Fluglinie hält Etihad-Chef James Hogan für ein gutes Geschäft. Air Berlin biete Synergien und Zusatzumsatz.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Mit einer Kapitalspritze von 300 Millionen Euro rettete Etihad Airways im April Air Berlin vor dem Untergang. Das Geld reut Konzernchef James Hogan offenbar keine Sekunde. Die bisherigen Investitionen in die deutsche Fluggesellschaft hätten sich nämlich gelohnt. «Bevor wir in Air Berlin einstiegen, waren wir in Deutschland kaum vertreten. Heute ist das Land zu einem unserer wichtigsten Märkte geworden», sagt er in einem Interview mit der Schweizer Handelszeitung.

Auch finanziell sei der Einstieg bei Air Berlin ein Erfolg. Die erste Investition habe Etihad «schon nach sechs Monaten wieder reingeholt - durch mehr Umsatz und andere Synergien» so Hogan weiter. Er ist absolut überzeugt, dass die Airline ein «nachhaltig gewinnbringendes Geschäft sein kann». Eine Voraussetzung nennt der Etihad-Chef aber: Es brauche die richtige strategische Vision und Durchführung. Der Trend gehe bei Air Berlin in die richtige Richtung.

Etihad hat «keine Hunter-Strategie»

Auch den Kauf von Anteilen an anderen Fluggesellschaften hält er noch immer für richtig. «Unsere Beteiligung Aer Lingus verdient Geld, unsere Investition in Air Seychelles ebenso. Und Air Serbia wird dieses Jahr eine schwarze Null schreiben. Jet Airways in Indien wird restrukturiert, um die Gewinnzone zu erreichen», erklärt der Etihad-Chef in der Handelszeitung. Wenn man nicht daran glauben würde, dass diese Märkte funktionierten, wäre man auch nicht eingestiegen.

Überhaupt wehrt sich Hogan gegen den Vorwurf, wahllos in Fluglinien zu investieren. «Die Leute sagen, dass es ähnlich der Hunter Strategie der Swissair sei, was wir machen. Aber dem ist nicht so.» Die Hunter-Strategie der untergegangenen Schweizer Nationalairline habe dazu geführt, dass sich die Angebote überschnitten hätten. «Wir führen Passagiere in Abu Dhabi zusammen», erklärt der Etihad-Chef.

Keine Konkurrenz für die Swiss

Die Kritik am Vorpreschen Etihads in Europa – und seit dem Einstieg bei Darwin Airline – insbesondere auch in der Schweiz kann Hogan nicht verstehen. «Unsere Kritiker sagen, die Voraussetzungen für fairen Wettbewerb seien nicht gegeben. Das stimmt nicht. Wir sind keine Bedrohung für die Swiss.» Etihads Ziel in der Schweiz sei es, ein integriertes Netz zu schaffen, welches Geschäfts- und Freizeit-Reisenden mehr Auswahl und Bequemlichkeit biete, Jobs schaffe und zu der Entwicklung der lokalen Wirtschaft beitrage. Er habe auch nicht vor, mit seinem größten Flugzeug in die Schweiz zu fliegen. «Wir werden mit dem A380 nicht nach Genf und Zürich kommen» so Hogan.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Flughafen Gander am 11. September 2001: 38 Großraumflugzeuge strandeten an dem kanadischen Airport.
Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sperrten die USA ihren Luftraum. Fast 240 Flugzeuge auf dem Weg ins Land konnten nicht mehr umkehren. Kanada nahm sie auf – und musste innerhalb weniger Stunden Zehntausende gestrandete Reisende unterbringen und versorgen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack