Flughafen in Jackson Hole: Eine sanfte Landung ist bei diesen Bedingungen sowieso unwahrscheinlich.

«Tja, das Ende unserer Karriere»

Neue Informationen über einen Zwischenfall mit einer American-Airlines-Maschine letzten Dezember werfen ein schlechtes Licht auf die Piloten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Wir werden hier gar keine weiche Landung versuchen», teilten die Piloten den Passagieren schon vor dem Landeanflug auf den Flughafen von Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming mit. Aber was dann kam, hatten sie wohl nicht beabsichtigt. Die Boeing B757-200 schoss nach missglückten Bremsversuchen der Crew über die Landebahn in den Schnee hinaus. Verletzte gab es bei dem Zwischenfall im auf über 2000 Meter über Meer gelegenen Tal keine. Doch den Passagieren sass der Schock noch lange im Nacken.

Jetzt hat die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde die Auswertung der Aufnahmen aus dem Cockpit veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Piloten hatten Schwierigkeiten, den Jet zu bremsen. Auch die Schubumkehr wurde zu spät eingeleitet, was dazu führte, dass der Flieger nicht rechtzeitig zum Stehen kam. Schon ein kleinerer Flieger, der vor der American-Maschine gelandet war, hatte berichtet, dass die Bremsen auf den ersten zwei Dritteln der Landebahn gut funktionierten, im letzten Stück hingegen nur sehr schlecht, wie die Avweb berichtet. Es schneite leicht und die Landebahn schien leicht vereist zu sein.

Maximale Bremskraft

Dass bei der Landung etwas schief lief, war den Piloten schon kurz nach dem Aufsetzen klar: «Keine Schubumkehr...ich bekomme sie nicht hin», so der Kopilot, der die Landung ausführte. Der Kapitän forderte ihn dann auf, die Bremsen zu bedienen. Nach einigem Hin und Her dann die Aussage: «In Ordnung, wir haben maximale Bremskraft». Das war etwa 15 Sekunden nach dem Aufsetzen. Auch die Schubumkehr setzte ein - nur viel zu spät. Sekunden später hatte die Maschine die Landebahn schon verlassen und steckte im Schnee. «Tja...das Ende unserer Karriere», ist der Kommentar des Kapitäns nach der missglückten Landung. Sein Kopilot widerspricht: «Das ist nicht das Ende. Wir haben alles richtig gemacht. Die Schubumkehr hat nicht eingesetzt.»

Wer von beiden richtig liegt, wird sich noch herausstellen. Die Untersuchungen zu dem Fall sind noch nicht abgeschlossen. Neben der Auswertung des Stimmenrekorders muss die Behörde 300 Seiten Material durchforsten um herauszufinden, was genau zu dem Zwischenfall führte.

Sehen Sie hier ein Video, das ein Passagier der Maschine bei der Landung am 29. September drehte:

Mehr zum Thema

ticker-american-airlines

American Airlines entschädigt über 9500 Flugbegleitende für Catering-Chaos in London

ticker-american-airlines

American Airlines vollzieht Einstieg bei Azul

ticker-american-airlines

American Airlines erhält erste Embraer E175 mit neuen Recaro-Sitzen

ticker-american-airlines

American Airlines nimmt dritte Venezuela-Strecke auf

Video

air new zealand syknest
Air New Zealand verschiebt den Start ihrer Schlafkojen für die Economy Class abermals. Eigentlich sollte Syknest 2026 endlich in der Boeing 787 abheben. Doch noch fehlt die Zertifizierung - da erneut eine Behörde bei der Zulassung nicht hinterherkommt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Gulfstream G400 von Baires Fly: Das Flugzeug mit der Kennung LV-JQW brachte Flavio Bolsonaro in die USA.
Eine rund 22 Jahre alte Gulfstream G400 von Baires Fly brachte Flávio Bolsonaro und seine Familie über Ecuador nach Miami. Die argentinische Charterfirma flog einst auch Javier Milei - und auch ihr Eigentümer hat Ärger mit der Justiz.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
lufthansa fra gate of the future 07
Lufthansa und der Flughafen Frankfurt testen im Terminal 1, wie ein Gate effizienter funktionieren kann und zugleich komfortabler für die Gäste wird. Dabei geht es sowohl um Lounge-Elemente, als auch darum, Bewegungen zu analysieren und einem Software-Wirrwarr Herr zu werden.
Timo Nowack
Timo Nowack