Flughafen in Jackson Hole: Eine sanfte Landung ist bei diesen Bedingungen sowieso unwahrscheinlich.

«Tja, das Ende unserer Karriere»

Neue Informationen über einen Zwischenfall mit einer American-Airlines-Maschine letzten Dezember werfen ein schlechtes Licht auf die Piloten.

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«Wir werden hier gar keine weiche Landung versuchen», teilten die Piloten den Passagieren schon vor dem Landeanflug auf den Flughafen von Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming mit. Aber was dann kam, hatten sie wohl nicht beabsichtigt. Die Boeing B757-200 schoss nach missglückten Bremsversuchen der Crew über die Landebahn in den Schnee hinaus. Verletzte gab es bei dem Zwischenfall im auf über 2000 Meter über Meer gelegenen Tal keine. Doch den Passagieren sass der Schock noch lange im Nacken.

Jetzt hat die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde die Auswertung der Aufnahmen aus dem Cockpit veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Piloten hatten Schwierigkeiten, den Jet zu bremsen. Auch die Schubumkehr wurde zu spät eingeleitet, was dazu führte, dass der Flieger nicht rechtzeitig zum Stehen kam. Schon ein kleinerer Flieger, der vor der American-Maschine gelandet war, hatte berichtet, dass die Bremsen auf den ersten zwei Dritteln der Landebahn gut funktionierten, im letzten Stück hingegen nur sehr schlecht, wie die Avweb berichtet. Es schneite leicht und die Landebahn schien leicht vereist zu sein.

Maximale Bremskraft

Dass bei der Landung etwas schief lief, war den Piloten schon kurz nach dem Aufsetzen klar: «Keine Schubumkehr...ich bekomme sie nicht hin», so der Kopilot, der die Landung ausführte. Der Kapitän forderte ihn dann auf, die Bremsen zu bedienen. Nach einigem Hin und Her dann die Aussage: «In Ordnung, wir haben maximale Bremskraft». Das war etwa 15 Sekunden nach dem Aufsetzen. Auch die Schubumkehr setzte ein - nur viel zu spät. Sekunden später hatte die Maschine die Landebahn schon verlassen und steckte im Schnee. «Tja...das Ende unserer Karriere», ist der Kommentar des Kapitäns nach der missglückten Landung. Sein Kopilot widerspricht: «Das ist nicht das Ende. Wir haben alles richtig gemacht. Die Schubumkehr hat nicht eingesetzt.»

Wer von beiden richtig liegt, wird sich noch herausstellen. Die Untersuchungen zu dem Fall sind noch nicht abgeschlossen. Neben der Auswertung des Stimmenrekorders muss die Behörde 300 Seiten Material durchforsten um herauszufinden, was genau zu dem Zwischenfall führte.

Sehen Sie hier ein Video, das ein Passagier der Maschine bei der Landung am 29. September drehte:

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